Community (engl. für Gemeinschaft)

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Community (engl. für Gemeinschaft):

Eine Gruppe von Menschen mit Zusammengehörigkeitsgefühl oder gemeinsamen Interessen.

So steht es bei Wikipedia. So hab ich es vor Jahren kennengelernt, als ich einstieg in die große Handy- und Smartphone-Welt. Eine Welt, die sich für mich innerhalb kürzester Zeit als eben diese Gemeinschaft darstellte, in der sich Gleichgesonnene bei allerlei Problemen halfen.

Eine Welt, in der sich Flashoholics, Modder, Themer, ROM-Cooker und allerlei neugierige, interessierte und engagierte User herumtrieben. Alle vereint in der einen Sache: dem Spaß an den technischen Gagdets und die Möglichkeiten, die sich mit ihnen ergaben. Und wenn man erst einmal „gefangen“ ist von dieser Welt, dann bleiben viele auch dabei und wollen ihre Leidenschaft weiter mit anderen teilen.

So ging es mir vor etwa 4 Jahren. Und bis heute ist dieses Hobby geblieben. Es wurde intensiviert. Da kam die Tätigkeit als Moderator in einem großen Forum hinzu; die Tätigkeit als Blogger. Und immer auch getragen von diesem Gemeinschaftsgefühl, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, Spaß an dem gemeinsamen Hobby zu haben, Newbies bei ihren Problemen zu helfen – und daran zurückzudenken, wie man diese vor gar nicht allzu langer Zeit selber noch hatte…

In letzter Zeit aber muss ich zunehmend diesen Begriff der Gemeinschaft – der Community – hinterfragen. Die Leidenschaft und Freude, mit der man selber und die Gleichgesinnten ihr Wissen weitergeben, wird getrübt durch Ansprüche, Kritik, Moserei, Unzufriedenheit!

Ist es einfach nur das Unvermeidliche? Das vielbeschworene „Anspruchsdenken der Gesellschaft“, welches sich jetzt auch seinen Weg gebahnt hat in „die Community“.
Müssen wir zukünftig damit leben, dass man als Moderator beschimpft wird, wenn auf eine Frage nicht innerhalb von 2 Stunden eine ausformulierte Antwort, samt bebilderter Schritt für Schritt Anleitung geliefert hat?
Wenn der erste Kommentar unter einem Blogbeitrag die Nörgelei darüber ist, dass man in den 300 Wörtern ganze drei Rechtschreibfehler gefunden hat und ob da „wohl jeder“ bei dem Blog schreiben darf?

Was ist da passiert?

Oder sehe ich das – man wird ja langsam älter und damit bestimmt auch konservativer – alles viel zu eng?

Ich sage Nein!

Es muss klare Grenzen geben, damit die Leidenschaft der Community und vor allem der dort engagierten Akteure, nicht langsam verblasst, weil einigen die Entwicklungen nicht schnell genug gehen, von denen sie dann absolut kostenfrei profitieren. Weil einigen die Antworten nicht schnell genug kommen, die sie in der Qualität von keiner „Service-Hotline“ erwarten können. Für Hilfe, ohne die sie vielleicht viel Geld bei einem Service zahlen müssten!

Liebe Community, bleib so, wie ich Dich in den letzten Jahren kennenlernen durfte, denn Du bringst all den Gleichgesinnten viel Freude!

Liebe Besucher dieser Community, schätzt die Arbeit, die dort gemacht wird und schätzt jeden User! Anspruchsdenken ist in einer Gemeinschaft fehl am Platz! Wenn ihr Ansprüche stellen wollt, gebe ich aber gerne vorab meine Bankverbindung für ein entsprechendes Salär!

 

P.S.: Beim Korrekturlesen dieses Artikels habe ich einen zwei drei Rechtschreibfehler gefunden! 😉

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Kann ich nur unterschreiben, mir geht es momentan genauso, sei es durch Tippfehler (obwohl ich die Artikel mittlerweile durch drei Rechtschreibprüfungen schicke) und ich werde via Facebook, Google+ und PN angeschrieben ob ich bei ner Anleitung nicht helfen kann, oder ob ich die nächsten Smartphone-Trends voraussehen kann (kam auch mal vor)

    Da hilft es auch nichts, wenn ich sage das ich unterwegs bin und gerade keine Zeit habe… Das Geben und Nehmen wird leider immer weniger und ich hoffe, dass sich dieser Trend nicht durchsetzt, sonst haben wir Blogger, Moderatoren eines Forums oder Entwickler einer App in Zukunft jedesmal mit einem Shitstorm zu rechnen, wenn man was ins Web stellt. Ob dann der Spass an einem gemeinsamen Hobby noch bestehen bleibt ist da natürlich fraglich.

    Toller Artikel der hoffentlich viele zum Nachdenken anregen sollte… Hoffentlich….

    lg Roman

  2. Danke Marco,
    sehr schöner Einstieg bei ne8.de 😉

    Ich bin auch schon jahrelang in den verschiedensten Communities unterwegs und muss sagen, dass das schon immer so war. Wenn du erst einmal einen gewissen Standard erreicht hast, dann wollen die User diesen Standard auch tagtäglich sehen und verstehen es nicht, dass dem einen super gut geholfen wurde und einem selber nur eine „pampige“ Antwort gegeben wird, weil man es als Moderator oder SuperUser leid ist immer wieder dieselben „doofen“ Fragen zu beantworten. Wir sind alles Menschen, sowohl die Helfer, als auch die Hilfesuchenden und so sollte jeder mal kurz in sich gehen und sich hinterfragen, ob die Antwort jetzt optimal war, oder ob man besser gar nichts hätte schreiben sollen, oder ob man wirklich auf eine Antwort, die wohl gut gemeint war mit einer Hasstirade anworten sollte.

    Think about it

  3. Ich war früher auch in einem Forum Mod. Sogar ein paar Jahre lang. Irgendwie waren die User damals schon anspruchsvoll und erwarteten eine voll Service Betreuung. Das was mir am Anfang Spass gemacht hat, machte mir dann gegen Ende keinen Spass mehr. Da habe ich es dann gelassen.

    • Schade, natürlich werden wir extra für dich SEO Bot den nächsten Artikel besser schreiben. Sorry auch, dass ich den SPAM Link entfernt habe. War mir aber auch zu öde… ;P

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