Superphone – Zukunftsmusik!? – ein Anfang

Ihr wart bisher treuer Leser von ne8.de? Warum? Haben euch die „tollen“ Testberichte so gut gefallen? Oder wolltet ihr einfach von mir und meinen Ansichten auf die Dinge der Technikwelt lesen? Ganz egal. Ich weiß, dass ich euch und diesen Blog hier in letzter Zeit ziemlich vernachläßigt habe. Ich verspreche auch sicherlich nicht hoch und heilig, dass sich das jetzt asap ändern wird, aber „i will try“. Ist doch jammerschade, dass ich hier zum einen einen coolen Blog habe und zum anderen doch einige Gedanken in meinem Schädel und dies im Zusammenspiel nicht auf die Menschheit loslasse. Jeder sollte was davon haben und wenn es auch nur einen von euch da Draussen amüsiert, zum Lächeln, Nachdenken, oder was auch immer, bringt oder vielleicht sogar eine Reaktion in Form eines Kommentars (was der Beginn einer wunderbaren Freundschaft werden kann ;)) auslöst, dann bin ich und mein kleines Gemüt schon sehr zufrieden.

Ich habe auf Huaweiblog.de (ja, da bin ich auch involviert – ist wohl die beste Huawei News Seite der Welt ;)) einen Artikel über das Superphone gelesen und diesen Gedanken einfach noch ein bisschen weitergesponnen. Schöne Neue Welt! Huawei will also in Kooperation mit Autoherstellern und Universitäten (Die Unis haben sie wohl ins Boot geholt, damit zum Schluss nicht auch noch irgendwelche Abgaswerte des Superphones manipuliert werden…) das Superphone bauen. Dieses tolle Teil soll dann ab 2020 das Internet der Dinge (IoT = dein Kühlschrank bestellt selbständig bei Amazon, wenn der Vorrat an Erdbeeren und Champagner sich dem Ende zu neigen) mit digitaler Intelligenz zusammenbringen. So! und jetzt komme ich. Der Beitrag auf Huaweiblog.de bzw. Huawei selber nannte keine Anwendungsbeispiele. Ich schon. Aufpassen!

Die Leute werden immer einsamer, verrotten in Alters-/Pflegeheimen. Der demografische Wandel macht’s möglich. In China haben sie es mit Ihrer „Ein-Kind-Politik“ geschafft, dass sich kein Kind mehr um die Eltern kümmern kann. Das Leben spielt sich nur noch digital ab. Keiner geht mehr vor die Tür. Warum auch? Draußen lauert das Böse in Form von Terror. Jeder hat nun eine Waffe zu Hause. Die Waffengesetze in Europa wurden angepasst. Jeder hat nun das Recht eine Waffe zur Verteidigung zu besitzen. Das ganze resultierte aus einem Vorschlag der CSU, damals als so viele Hilfesuchende bei uns Zuflucht gesucht haben. Weil sehr viele Menschen Angst hatten, konnte auch die Kanzlerin nicht mehr anders. Sie stimmte dem Gesetzesentwurf zu. Die Mordrate und die Tötungsdelikte mit Waffen sind seitdem um 300% gestiegen. Jährlich! Zum Glück sind viele „Asylanten“ geblieben. Sie pflegen inzwischen die alten Menschen in Ihren Heimen und auch als Krankenpfleger leisten sie gute Arbeit. Die Ressentiments gegen die Ausländer sind aber leider immer noch da, viele skandieren immer noch, dass diese Ausländer unsere Arbeitsplätze wegnehmen. Ja, viele haben ihren Arbeitsplatz verloren, an Drohnen, Roboter und wegen vereinfachten, digitalisierten Arbeitsabläufen. Mein Essen wird mir direkt vor die Haustür, per Drohne geliefert. Auf die Bestellung muss ich auch nicht mehr achten, das übernimmt mein Kühlschrank automatisch. Die Fenster und der Boden reinigen sich vollautomatisch.

Mein Superphone ist mit mir via Sensor verbunden. Es erkennt meine Stimmung- und Gefühlslage und auch meinen medizinischen Status. So erinnert es mich z.B. mit einem sanften Vibrieren, dass ich meine Johanniskrautkapseln einnehmen sollte, weil ich mich schon wieder so aufrege über die Welt da draussen. Irgendwie komisch. Ich war ja schon lange nicht mehr draussen. Wenn ich rausgehen will, dann gehe ich in mein „Habitat“. So nenne ich mein Zimmer, das wohl so jeder der Upper 10.000 hat (der Rest – das ist nicht etwa die Unter- und die Mittelschicht, nein die Mittelschicht gibt es nicht mehr- wird sich das wohl nie leisten können. Naja Pech gehabt. Wer zahlt schafft an…). Es eine virtuelle Welt. Die ist so programmiert, dass es einfach nur schön ist. Niemand will mir etwas, die Luft ist frisch und klar (kommt aus einem neu entwickeltem Vaporisator), die Bäume wirken so, als könnte man sie umarmen und so die Nähe der Mutter Erde spüren. Die Vögel zwitschern. Kein Fluglärm, der mich krank macht. Kein Kindergeschrei, das mich nervt (obwohl ich das in echt auch nicht hätte – wer will noch Kinder in diese Welt setzen?).

Wenn ich mich schlecht fühle sendet mein Superphone eine Nachricht an das Superphone meiner besten Freundin (die muss ich natürlich vorher als beste Freundin definieren, weil in Zeiten von Social Media ändert sich das so schnell, wie der Status derjenigen Person. Ich kann doch keine Person als beste Freundin und erste Ansprechpartnerin haben, die bei Facebook einen Status teilt, bei dem sie vegane Wurst als krebserregend verteufelt. Wo kämen wir denn da hin?). Meiner besten Freundin werden nun drei Reaktionsmöglichkeiten vorgegeben:

Rainer geht es nicht gut, er braucht gerade deine Unterstützung. Was möchtest du tun:

  • Rainer antworten: Hallo Rainer. Was kann ich für dich tun. Ich bin immer für dich da.
  • Rainer anrufen.
  • Ein Taxi bestellen (Abholort und Zieladresse werden automatisch an UBER übermittelt.

Option 2 fällt aus. Wer telefoniert 2020 denn schon noch? Option 3 fällt auch aus. Viel zu gefährlich. Bleibt also nur noch Option 3. Ist auch die praktischste, oder? Ich brauch eigentlich gar nix machen. Übernimmt alles das Superphone für mich.

Mein Superphone kann natürlich noch viel mehr. Wenn es merkt, dass ich fröhlich bin (weil ich vlt. gerade bei BlackOps X eine brutale Serie habe), dann spielt es automatisch mein Lieblingslied. Da es weiß, dass ich einen Ego Shooter zocke, spielt es natürlich nicht meinen emotionalen Lieblingssong (zur Zeit übrigens „Hello“ von Adele), sondern etwas aus dem Heavy Metal Portfolio. Höchstwahrscheinlich etwas von Metallica oder Manowar.

Auf so Schnickschnack wie Temperaturregelung und das vollautomatische Bedienen der Rolladen gehe ich gar nicht ein. Das ist 2020 schon Old School.

Was 2020 anders sein wird ist die Welt. Auf diese Veränderungen wird nicht nur die Politik und auch die Terroristen, sondern auch bzw. vor allem die Industrie eingehen. Sie müssen auf Teufel komm raus verkaufen, das Bruttosozialprodukt anheizen. Das wussten auch schon 1983 Geier Sturzflug, denn auch wenn damals die Welt anders ausschaute, die Beweggründe waren die gleichen:

Wir erschaffen die Welt in der wir leben. Sie ist ein Produkt unserer Gedanken.

Wen es interessiert: 2012 hatte ich mir schonmal Gedanken gemacht. Da hieß es allerdings Cyberphone und nicht Superphone: *nachlesen*

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