Samsung Galaxy Gear – Test / Testbericht / Review

Nach unserem Testbericht zum Galaxy Note 3 möchte ich auch ein paar Zeilen zur Galaxy Gear schreiben. Die Galaxy Gear ist eine Smartwatch, die via Bluetooth mit dem Handy verbunden ist, Benachrichtigungen anzeigt und zum Telefonieren genutzt werden kann. Einen einzigen Haken hat die ganze Sache aber: die Gear ist lediglich mit einigen wenigen Samsung-Smartphones kompatibel (Galaxy S3, S4, S4 Mini, Mega, Note 3). Das sollte eigentlich darauf schließen lassen, dass dafür alles wunderbar funktioniert, oder?

Bei der Verpackung ist man den gleichen Weg wie beim Note 3 gegangen, auch hier ziert ein Holz-Design den Karton. Enthalten sind die Gear (ich habe die orange Variante), eine Ladeschale und ein eigenes Ladegerät. Die Gear fühlt sich angenehm an, das Armband besteht aus Kunststoff, ein Metallarmband gibt es nicht. Aus Metall ist lediglich der Rahmen, der das 1,63″ große Multitouch-Display umgibt. Im Inneren werkeln ein 800MHz schneller Singlecore-Prozessor und 512MB RAM, mit den kompatiblen Smartphones wird über Bluetooth 4.0 (Low Energy) kommuniziert.

Galaxy Gear - Lieferumfang

Galaxy Gear – Lieferumfang

Nach dem Auspacken kann man das Armband auf die gewünschte Weite einstellen und die Uhr einschalten. Die Kamera am Armband fällt gleich auf. Sinnlos? Ja. Cool? Ja. 😀 Nachfolgend ein paar Fotos:

Foto Galaxy Gear 1

Foto Galaxy Gear 1

Foto Galaxy Gear 2

Foto Galaxy Gear 2

 

Foto Galaxy Gear 3

Foto Galaxy Gear 3

Foto Galaxy Gear 4

Foto Galaxy Gear 4

 

Auf eurem (hoffentlich) kompatiblen Handy kann man sich den Gear Manager herunterladen, mit dem man die Uhr später konfigurieren kann.

Damit Uhr und Handy von einander wissen, muss man das Handy und die Ladeschale der Uhr aneinander halten, über NFC werden alle benötigten Informationen ausgetauscht und der Gear-Manager öffnet sich (Bluetooth sollte ebenfalls aktiviert sein). Das hat bei mir problemlos geklappt und so kann man sich durch die einzelnen Menüs hanteln:

  • Uhren: hier können verschiedene Uhrdesigns (analog, digital, zusätzliche Infos wie z.B. das Wetter,…) eingestellt werden. Das kann natürlich auch auf der Uhr selbst getan werden, am Note geht das aber wesentlich komfortabler.
  • Eigene Anwendungen: einerseits kann man einige Dinge der bereits vorinstallierten Menüpunkte vornehmen, andererseits können neue Apps installiert werden. Diese müssen aber mit der Gear kompatibel sein, deshalb auch die begrenzte Auswahl (außer Evernote fast nur Samsung-eigene Apps).
  • Samsung Apps: hier stehen dann mehr Apps aus verschiedenen Kategorien zur Auswahl.
  • Gear finden: das kann Leben retten. 😀 Mir ist es bis jetzt zwei Mal passiert, dass ich meine Gear im haus verlegt habe. Wenn man die Funktion aktiviert, läutet die Gear. Auch dann, wenn sie eigentlich lautlos wäre. Ein Widget am Homescreen übernimmt die selbe Aufgabe, als Krönung kann man mit der Gear auch das Handy suchen.
  • Benachrichtigung: hier könnt ihr einstellen, welche Benachrichtigungen auf die Gear gesendet werden sollen. Zuerst werden nur die Samsung-Apps angezeigt, unter dem Punkt „Weitere Benachrichtig.“ könnt ihr alle einzeln anderen Apps auswählen (das ist aber erst seit dem letzten Update vom letzten Wochenende möglich).
  • Einstellungen: Was soll passieren, wenn ihr zwei Mal die Sperrtaste der Gear drückt? Soll das Handy automatisch eine Mustersperre erhalten, wenn die Uhr außer Reichweite ist? Das und mehr kann hier eingestellt werden.
Galaxy Gear in Ladeschale

Galaxy Gear in Ladeschale

 

Die Gear kann auch zum Telefonieren verwendet werden, Lautsprecher und Mikrofon sind vorhanden. Das funktioniert auch wirklich gut, es sieht nur gewöhnungsbedürftig aus, wenn man plötzlich mit seiner Uhr redet.

Gear - Unterseite

Gear – Unterseite

Ich verwende Note 3 & Gear täglich und bin mittlerweile nach anfänglicher Skepsis schwer begeistert. Dass die Benachrichtigungen direkt auf die Uhr kommen ist super, meiner Meinung nach ist es aber noch zu früh für solche Uhren. Das wird in spätestens 2-3 Jahren komplett anders aussehen, derzeit sehe ich aber wegen dem verhältnismäßig hohen Preis von ca. 250€ und der eingeschränkten Kompatibilität wenig Potenzial für die Gear.

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