#honor1212 in China – Ein Reisebericht

Ich wurde gemeinsam mit Marco zu einer China Reise von Honor eingeladen. Hintergrund ist, dass ich ja Betreiber des honor Blogs bin und honor in China seinen zweiten Geburtstag feierte. Insgesamt waren wohl um die 15.000 Menschen aus der ganzen Welt zu diesem Geburtstag eingeladen. Wir waren als Journalisten da.

Im Vorfeld gab es wohl ein paar „kleine“ Probleme mit der Erstellung des Visums für China. Ich musste bis zum vorletzten Tag, der geplanten Abreise, warten und bekam per Expresslieferung meinen Pass samt Visum zugesandt. Andere mussten ihren Pass sogar am Tag der Abreise am Flughafen abholen. Aufgrund dieses Fakts habe ich mich auch nicht wirklich auf China vorbereitet. Ja sogar meinen Koffer habe ich erst am Tag des Abflugs nach dem Aufstehen gepackt. Natürlich habe ich auch gleich was Wichtiges vergessen: Haargel. Zum Glück hatte ich Haarspray dabei. 😀

Nach dem Frühstück ging es dann auch gleich los zum Bahnhof, wo ich mit dem Meridian und der S-Bahn an den Münchener Flughafen gefahren bin. Am Flughafen hab ich mich mit dem Fuchs getroffen und eingecheckt. Der Fuchs hatte nur Handgepäck dabei. Auch mutig für 5 Tage China. 😉

Im Flugzeug hab ich dann noch Bekanntschaft mit Marcel gemacht, der genau neben mir sass und auch die Reise nach Shenzhen mitmachte. Er sollte aber aus Sicht eines Popkultur-Blogs darüber berichten. Mehr dazu auf AMY&PINK.

Die Reise sollte via Frankfurt und Peking nach Guangzhou gehen. Dort weiter mit dem Bus nach Shenzhen. Eine Reisezeit von mehr als 24 Stunden. Diese Zeit verging zwar nicht im Flug, obwohl wir ja in einer Boing 777 der Air China sassen, aber sie verging. Grund dafür war auch die nette Reisegruppe, die sich am Frankfurter Flughafen zusammengefunden hatte.

Hier zu nennen wären im einzelnen und auch im speziellen der großartige Berlin Blogger Sascha „Gilly“ Israel (von dem ich jetzt seinen echten Vornamen weiß ;)), der weltberühmte Techblogger Carsten „Casi“ Drees, der verdammt gut aussehende Youtuber Andreas „der Fuxxer“ Fuchs, die unsjedenWunschvondenLippenablesende Reiseleiterin Katharina „Kathi“ Denkler (auch ihren wahren Vornamen kenne ich nun :D), die Huawei- und Honor Koryphäe Marco Lerch, der Betreiber eines Amy Weinhaus Blogs Marcel Winatschek, der smarte und immer korrekte Ümit Memisoglu, die bei einem webdesigntechnisch in den 90er Jahren stecken gebliebenen Online Magazin arbeitende Rita Deutschbein,  und meiner einer.

BuluBulu Gang

Die Einreise nach China zeigte sich dann erstaunlich problemlos, man musste einen Zettel im Flugzeug ausfüllen (den wir natürlich erstmal nicht ausgefüllt hatten!!!) und diesen mit seinem Pass den grimmig dreinschauenden und nichtssprechenden chinesischen Beamten am Border Control Schalter abgeben. Nach kurzer Gesichtskontrolle wurde man dann durchgewunken. Das erste was man dann natürlich im Wartebereich schaute: Hab ich WLAN? Ja man hatte WLAN, aber ganz ehrlich China: da müsst ihr noch dran arbeiten. Was soll das? Ihr habt doch eh schon die längste Mauer im Universum, da müsst ihr doch nicht auch noch ne virtuelle Mauer um euer Land bauen. Die chinesische Firewall nervt. Vor allem Dingen deswegen, da sie eigentlich ja eh Makulatur ist. Mit der entsprechenden Software (VPN) umgeht man sie relativ einfach und kann dann wie gehabt Facebook, Google und Twitter nutzen. Offene WLANs gibt es allerdings in China auch relativ selten und wenn ja, dann ist immer mit Abstürzen und langsamen Ladezeiten zu rechnen.

In Guangzhou angekommen warteten diejenigen, die nicht nur Handgepäck dabei hatten (ja, der Fuchs war nicht der einzigste), auf ihr aufgegebenes Gepäck. Das waren auch nochmal bange Minuten, weil erstens kann auf so einer langen Reise mit zwei Umstiegen immer mal was schief gehen und zum andren gab es irgendwann mal, von irgendjemanden, die Info, dass man sein Gepäck in Peking abholen und durch den Zoll musste. Ich selber hab mir gedacht: Schau ma mal! Und ich ich hatte Glück, wir alle hatten Glück. Alles angekommen. Also gings weiter mit dem Bus zu unserer Final Destination.

Auf dem Weg ins Hotel kamen wir an unzähligen Baustellen mitten im Grünen vorbei. Man merkte, dass hier noch vor 30 Jahren Urwald und Dschungel war. Shenzhen mit seinen jetzt um die 14 Millionen Einwohnern entstand aus einem kleinen Fischerdorf mit gerade mal 30.000 Menschen. Überall wird gebaut und es werden ganze Stadtteile und Autobahnen hochgezogen. Was mir aber immer wieder aufgefallen ist, zwischen den Hochhäusern sind in Gruben kleine Gärten und Teiche angelegt. Man könnte hier von Naherholungsgebieten des kleinen Mannes sprechen, ähnlich wie bei uns die Schrebergärten. Wobei ich aber eher denke, dass es sich um reine Existenzsicherung der ärmeren Bevölkerungsschicht handelt, die so arm sind, dass sie ihr Essen nicht im Supermarkt einkaufen können. China: das Land der Gegensätze.

Mit unserem Super Luxusliner sind wir dann auch (auch da hatten wir Glück, wie das Video zeigt) in unserem wunderschönen Hotel, The Coli Hotel Shenzhen, angekommen.

Ein paar Eindrücke vom Hotel:

honor feierte zwei Tage lang auf dem Campus der Universiade in Shenzhen.

An diesen beiden Tagen war einiges geboten. U.a. trat die chinesische Girlband s.i.n.g. auf und präsentierte den Ohrwurm #bulubulu

Bilder vom Konzert:

Auch einige Produkte wurden auf diesem Event vorgestellt. U.a. eine Smart Home Solution. Mehr dazu findet ihr bei honornews.de

Essen in China:

Ja Essen in China ist besonders, vor allem für uns Europäer. Wir haben zwar keinen Hund gegessen, dafür etliche andere chinesische Spezialitäten:

  • Frosch
  • Kröte
  • Krebs
  • Entenzungen
  • Tausendjähriges (fermentiertes) Ei
  • Reis in Lotusblättern
  • Hühnerfüße

Ich habe alle aufgetischten Speisen probiert. Vor einigen hatte ich ein wenig Angst, z.B. vorm tausendjährigen Ei, das hat sich allerdings als relativ harmlos erwiesen. Die Hühnerfüße sahen strange aus, waren aber auch zu essen. Die Frösche waren ein wenig komisch, da der Frosch im Ganzen frittiert wurde und so noch sämtliche Knochen enthielt. Der Rest ging. Die Chinesen stehen drauf an etwas zu knabbern und mit der Zunge zu sezieren. Reis gab es übrigens fast nie als Beilage, da dieser in China eher etwas für arme Leute ist.

honor Cafe

Wie bereits eingangs erwähnt waren wir ja auf Einladung von honor in China. Und die Jungs und Mädels von honor geben richtig Gas, was Marketing bzw. das Bekanntmachen der Marke anbelangt. So gab man uns die Möglichkeit das honor Cafe zu besuchen. Dieses Cafe wurde erst ein paar Tage vor unserem Besuch feierlich eröffnet. Wer mehr zum honor Cafe erfahren will, der liest sich den Bericht von Casi durch:

Mein Besuch im Honor-Café in China: Smartphones, Roboter & massig Bücher

Hier noch ein paar Eindrücke, die ich per Kamera (ja ich hab mit meinem iPhone 6 die Fotos gemacht – shame on me – aber ein honor oder Huawei Gerät konnte ich noch nie „ergattern“, die bekommt fast immer der Marco Lerch 😉 )  festgehalten hatte:

Vor dem honor Cafe fiel mir dann dieses Plakat auf, es zeigt nicht etwa die Werbung für den nächsten Action Kracher mit Jackie Chan, nein, es ist ein Werbeplakat der Polizei.

Werbeplakat - Polizei - China

Passt dann aber irgendwie gar nicht zu den Polizeibussen, die an jeder Ecke rumstehen :p :

Polizeibus China

Karaoke in Shenzhen

In China sagt man zu Karaoke „KTV“ und recht viel mehr gibt es dazu auch nicht zu berichten, ausser dass man eine fantastische Location ausgesucht hatte, denn wir hatten eine Bar für uns ganz alleine und hatten mächtig Spaß und haben auch Gas gegeben. Das Bier war irgendwann alle und ich kratzte meine letzten Yuan zusammen, um noch eine letzte Palette „Budweiser“ zu kaufen. Das ging dann auch weg wie warme Semmeln kaltes Bier. Vor allem die Engländer und Holländer waren sehr gierig 😉

Das zweithöchste Bauwerk der Erde

Wenn es denn mal fertig wird, ist das Ping An International Finance Centre das zweithöchste Gebäude auf der Welt. Mit seinen 660m muss es sich nur dem  828 Meter hohen Burj Khalifa in Dubai geschlagen geben. Auch hieran sieht man wieder, was für einen hohen Stellenwert HongKong’s Nachbarstadt Shenzhen mit seinen 14 Millionen Einwohner hat. New York hat übrigens nicht mal 9.

Pingan International Finance Center

Splendid China Folk Village – Tradition ist wichtig

In ganz Shenzhen ist mir nichts wirklich traditionell chinesisch Anmutendes untergekommen. Umso besser, dass honor auch daran gedacht hat und uns in eine Art Freizeitpark gefahren hat, wo wir nicht nur eine einstündige Showdarbietung anschauen durften, nein wir durften auch noch eine halbe Stunde lang eben dieses Park besichtigen. Im Dunkeln. Das hat aber der Stimmung, also der Stimmung auf den Fotos, keinen Abbruch getan. Ihr habt übrigens richtig gelesen „eine halbe Stunde“. Mehr Zeit hatten wir leider nicht, aber auch in dieser Zeit sind ein paar eindrucksvolle Impressionen entstanden:

Tech und Nerdkram

In Shenzhen kann man alles kaufen was mit Technik zu tun hat. Nerd Haven sozusagen. Auch unsere mitgereisten Youtuber (Venicraft und MrTrashpack) konnten dem Nerdkram nicht widerstehen und kauften sich ein Hoverboard. Ob sie es damit durch den Zoll geschafft haben, erzähl ich ein anderes Mal. Emrah, auch bekannt aus Film und Fernsehen Youtube interessierte sich eher für die auf der anderen Strassenseite liegenden Modeläden. So war für alle was dabei. Ob es sich allerdings bei den günstigen Preisen immer um ein Original gehandelt hat, darf bezweifelt werden. Uns wurde auf jeden Fall erzählt, dass man hart handeln sollte, da erstens kein Preis an der Ware steht und zweitens der Preis sowieso um 50 % zu hoch ist. Derjenige, Kai nämlich, der uns das Handeln auf chinesisch beibrachte handelte dann aber selbst gar nicht, weil er meinte: „Das ist doch ein guter Preis…“ – Facepalm! 😉 – Wir konnten ihn gerade noch davon abhalten einen „originalen“ Bose Kopfhörer mit Noise Cancelling für umgerechnet schlappe 40 Euro zu kaufen (Bei uns kostet das Ding fast 300,- Euro).

Die oben genannten Youtuber waren auch in China Stars. Sie wurden von den chinesischen Girls angehimmelt und fotografiert, wo es nur ging. Manchmal sogar heimlich. Ich hab auch einen fotografiert. Heimlich!

Venicraft
Venicraft – sein Ding

Was auch noch lustig war: An einer Ampel standen zwei Männer in Uniform und jedes mal wenn die Ampel rot wurde gab es einen Pfiff aus der Trillerpfeife. Dasselbe dann wieder wenn sie grün wurde. Arbeitsbeschaffungsmaßnahme auf chinesisch. Naja, bei 1,4 Mrd. Menschen…

Ampelmännchen - China Style
ABM auf chinesisch – Ampelmänner mit Pfeifen

Besuch im Huawei Headquarter – Die Story mit den schwarzen Schwänen

Huawei ist die Mutter und honor quasi die Tochter. Deshalb war beim Besuch im Headquarter auch nicht viel die Rede von honor, sondern es wurde voller Stolz die Marke „Huawei“ präsentiert. In insgesamt zwei Führungen konnten wir uns von der Genialität und der Qualität des chinesischen Netzwerk und Smartphone Primus überzeugen. An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel von diesem Besuch erzählen, denn die grosse Story kommt noch auf www.huaweiblog.de. Nur eine kleine Anekdote möchte ich zum Besten geben. Als wir zwischen den Präsentationen an den eigens angelegten See im Herzen des Huawei Campus gefahren sind, konnte ich mich an eine Story erinnern, dass die im und um den See lebenden schwarzen Schwäne extra aus Australien für sehr viel Geld importiert wurden. Ich hatte noch ca. 100.000 Euro pro Tier im Kopf. Natürlich musste ich diese Story schon im Bus zum Besten geben. War mir aber dann selbst nicht mehr sicher. Zur Sicherheit fragte ich dann noch unseren bei Huawei angestellten Guide und er bestätigte mir offiziell, dass die Trauerschwäne für viel Geld importiert wurden, aus welchem Land konnte er mir allerdings nicht sagen. Inzwischen seien sie aber so domestiziert, dass sie auch die nahegelegene Kantine, die eigentlich einem Teil der ca. 40.000 Mitarbeiter des Huawei Campus in Shenzhen für das Mittagessen zur Verfügung steht, für ihre eigene Nahrungsaufnahme nutzten.

Huawei - Schwarzer Schwan - Trauerschwan

Fazit – Alles hat ein Ende…

Es gäbe noch verdammt viel zu erzählen, aber wer will schon was über Schluckspechte, Bierpyramiden, Yoga Übungen vor der Präsidenten Suite, die ominöse Zahl 803 und wie man am effektivsten in englisch Bier aufs Hotel Zimmer bestellt lesen? Genau! Niemand! Also lassen wir das.

Schluckspecht
„Schluckspecht“ Carsten „Casi“ Drees
Bierpyramide - Tsingtao
Tsingtao – Moderne Kunst
Yoga im Coli Hotel - Shenzhen
Vorbereitungen auf eine Yoga Einheit

Die Rückreise gestalte sich nicht ganz so lustig, weil in einem Airbus A330 einfach nicht soviel Platz ist, wie in einer Boing 777. Deshalb waren die 10 Stunden Flug von Peking nach München nicht wirklich toll und ich musste auch am nächsten Tag zum Arzt, der folgende Diagnose stellte:

Akutes lok. Cervial- und Dorsalsyndrom re.

Danke an dieser Stelle an meinen behandelnden Orthopäden, der mir durch Einrenken und Spritzen meine Schmerzen nahm.

Auch will ich hier nochmal explizit den teilnehmenden und auch austragenden Menschen danken, die mir wunderschöne Tage in China ermöglicht haben. Ihr seid alle spitze. I LOVE YOU. (die oben genannten und Nina, Fabienne, Theodora, Manying, Sameer, Nirave, Mathew, Ruud, Sam, Wilkin, Hua, Lars, Shu, Lars C. und noch viele mehr…)

Heimreise von Shenzhen

Superphone – Zukunftsmusik!? – ein Anfang

Ihr wart bisher treuer Leser von ne8.de? Warum? Haben euch die „tollen“ Testberichte so gut gefallen? Oder wolltet ihr einfach von mir und meinen Ansichten auf die Dinge der Technikwelt lesen? Ganz egal. Ich weiß, dass ich euch und diesen Blog hier in letzter Zeit ziemlich vernachläßigt habe. Ich verspreche auch sicherlich nicht hoch und heilig, dass sich das jetzt asap ändern wird, aber „i will try“. Ist doch jammerschade, dass ich hier zum einen einen coolen Blog habe und zum anderen doch einige Gedanken in meinem Schädel und dies im Zusammenspiel nicht auf die Menschheit loslasse. Jeder sollte was davon haben und wenn es auch nur einen von euch da Draussen amüsiert, zum Lächeln, Nachdenken, oder was auch immer, bringt oder vielleicht sogar eine Reaktion in Form eines Kommentars (was der Beginn einer wunderbaren Freundschaft werden kann ;)) auslöst, dann bin ich und mein kleines Gemüt schon sehr zufrieden.

Ich habe auf Huaweiblog.de (ja, da bin ich auch involviert – ist wohl die beste Huawei News Seite der Welt ;)) einen Artikel über das Superphone gelesen und diesen Gedanken einfach noch ein bisschen weitergesponnen. Schöne Neue Welt! Huawei will also in Kooperation mit Autoherstellern und Universitäten (Die Unis haben sie wohl ins Boot geholt, damit zum Schluss nicht auch noch irgendwelche Abgaswerte des Superphones manipuliert werden…) das Superphone bauen. Dieses tolle Teil soll dann ab 2020 das Internet der Dinge (IoT = dein Kühlschrank bestellt selbständig bei Amazon, wenn der Vorrat an Erdbeeren und Champagner sich dem Ende zu neigen) mit digitaler Intelligenz zusammenbringen. So! und jetzt komme ich. Der Beitrag auf Huaweiblog.de bzw. Huawei selber nannte keine Anwendungsbeispiele. Ich schon. Aufpassen!

Die Leute werden immer einsamer, verrotten in Alters-/Pflegeheimen. Der demografische Wandel macht’s möglich. In China haben sie es mit Ihrer „Ein-Kind-Politik“ geschafft, dass sich kein Kind mehr um die Eltern kümmern kann. Das Leben spielt sich nur noch digital ab. Keiner geht mehr vor die Tür. Warum auch? Draußen lauert das Böse in Form von Terror. Jeder hat nun eine Waffe zu Hause. Die Waffengesetze in Europa wurden angepasst. Jeder hat nun das Recht eine Waffe zur Verteidigung zu besitzen. Das ganze resultierte aus einem Vorschlag der CSU, damals als so viele Hilfesuchende bei uns Zuflucht gesucht haben. Weil sehr viele Menschen Angst hatten, konnte auch die Kanzlerin nicht mehr anders. Sie stimmte dem Gesetzesentwurf zu. Die Mordrate und die Tötungsdelikte mit Waffen sind seitdem um 300% gestiegen. Jährlich! Zum Glück sind viele „Asylanten“ geblieben. Sie pflegen inzwischen die alten Menschen in Ihren Heimen und auch als Krankenpfleger leisten sie gute Arbeit. Die Ressentiments gegen die Ausländer sind aber leider immer noch da, viele skandieren immer noch, dass diese Ausländer unsere Arbeitsplätze wegnehmen. Ja, viele haben ihren Arbeitsplatz verloren, an Drohnen, Roboter und wegen vereinfachten, digitalisierten Arbeitsabläufen. Mein Essen wird mir direkt vor die Haustür, per Drohne geliefert. Auf die Bestellung muss ich auch nicht mehr achten, das übernimmt mein Kühlschrank automatisch. Die Fenster und der Boden reinigen sich vollautomatisch.

Mein Superphone ist mit mir via Sensor verbunden. Es erkennt meine Stimmung- und Gefühlslage und auch meinen medizinischen Status. So erinnert es mich z.B. mit einem sanften Vibrieren, dass ich meine Johanniskrautkapseln einnehmen sollte, weil ich mich schon wieder so aufrege über die Welt da draussen. Irgendwie komisch. Ich war ja schon lange nicht mehr draussen. Wenn ich rausgehen will, dann gehe ich in mein „Habitat“. So nenne ich mein Zimmer, das wohl so jeder der Upper 10.000 hat (der Rest – das ist nicht etwa die Unter- und die Mittelschicht, nein die Mittelschicht gibt es nicht mehr- wird sich das wohl nie leisten können. Naja Pech gehabt. Wer zahlt schafft an…). Es eine virtuelle Welt. Die ist so programmiert, dass es einfach nur schön ist. Niemand will mir etwas, die Luft ist frisch und klar (kommt aus einem neu entwickeltem Vaporisator), die Bäume wirken so, als könnte man sie umarmen und so die Nähe der Mutter Erde spüren. Die Vögel zwitschern. Kein Fluglärm, der mich krank macht. Kein Kindergeschrei, das mich nervt (obwohl ich das in echt auch nicht hätte – wer will noch Kinder in diese Welt setzen?).

Wenn ich mich schlecht fühle sendet mein Superphone eine Nachricht an das Superphone meiner besten Freundin (die muss ich natürlich vorher als beste Freundin definieren, weil in Zeiten von Social Media ändert sich das so schnell, wie der Status derjenigen Person. Ich kann doch keine Person als beste Freundin und erste Ansprechpartnerin haben, die bei Facebook einen Status teilt, bei dem sie vegane Wurst als krebserregend verteufelt. Wo kämen wir denn da hin?). Meiner besten Freundin werden nun drei Reaktionsmöglichkeiten vorgegeben:

Rainer geht es nicht gut, er braucht gerade deine Unterstützung. Was möchtest du tun:

  • Rainer antworten: Hallo Rainer. Was kann ich für dich tun. Ich bin immer für dich da.
  • Rainer anrufen.
  • Ein Taxi bestellen (Abholort und Zieladresse werden automatisch an UBER übermittelt.

Option 2 fällt aus. Wer telefoniert 2020 denn schon noch? Option 3 fällt auch aus. Viel zu gefährlich. Bleibt also nur noch Option 3. Ist auch die praktischste, oder? Ich brauch eigentlich gar nix machen. Übernimmt alles das Superphone für mich.

Mein Superphone kann natürlich noch viel mehr. Wenn es merkt, dass ich fröhlich bin (weil ich vlt. gerade bei BlackOps X eine brutale Serie habe), dann spielt es automatisch mein Lieblingslied. Da es weiß, dass ich einen Ego Shooter zocke, spielt es natürlich nicht meinen emotionalen Lieblingssong (zur Zeit übrigens „Hello“ von Adele), sondern etwas aus dem Heavy Metal Portfolio. Höchstwahrscheinlich etwas von Metallica oder Manowar.

Auf so Schnickschnack wie Temperaturregelung und das vollautomatische Bedienen der Rolladen gehe ich gar nicht ein. Das ist 2020 schon Old School.

Was 2020 anders sein wird ist die Welt. Auf diese Veränderungen wird nicht nur die Politik und auch die Terroristen, sondern auch bzw. vor allem die Industrie eingehen. Sie müssen auf Teufel komm raus verkaufen, das Bruttosozialprodukt anheizen. Das wussten auch schon 1983 Geier Sturzflug, denn auch wenn damals die Welt anders ausschaute, die Beweggründe waren die gleichen:

Wir erschaffen die Welt in der wir leben. Sie ist ein Produkt unserer Gedanken.

Wen es interessiert: 2012 hatte ich mir schonmal Gedanken gemacht. Da hieß es allerdings Cyberphone und nicht Superphone: *nachlesen*

IceFox Thunder: Testbericht des Outdoor-Smartphones

IceFox Thunder

Nach dem IceFox X2 und dem IceFox F9 folgt nun unser nächster Test zu einem IceFox Modell. Diesmal handelt es sich um ein Outdoor-Gerät, genauer um das IceFox Thunder. Auf Amazon kann man das Handy für 159€ kaufen. Technisch bietet das IceFox Thunder einen Qualcomm Snapdragon 200 1,2 GHz Quad Core Prozessor, 1 GB Arbeitsspeicher und ein 4 Zoll WVGA (480 x 800 Pixel) Display. Dazu gibt es für Fotos eine 8 Megapixel Kamera, zum Speichern 4 GB internen Speicher (per micro-SD Card erweiterbar) und für die Datenübertragung HSDPA+. Außerdem ist das Gerät, welches mit Android 4.3 Jelly Bean läuft, nach IP-68 wasser- und staubgeschützt.

LIEFERUMFANG / VERPACKUNG

Wie alle IceFox Modelle wird auch das Thunder in der schwarz-blauen Pappverpackung geliefert. Neben dem Handy gibt es wie immer ein USB-Kabel und ein Netzteil. Auch ein Touch-Stift und Kopfhörer werden mitgeliefert, diese sind jedoch nicht zu gebrauchen. Ungewohnt ist, dass auch Ersatzteile wie Schrauben, Klappen und ein Werkzeug mitgeliefert werden. Das halte ich für sehr sinnvoll und muss hier IceFox ganz klar loben, denn bei solchen Teilen kann schnell mal was verloren gehen und dann ist der Ärger groß.

HANDLICHKEIT / ANSCHAULICHKEIT / VERARBEITUNGSQUALITÄT

Die Verarbeitung vom Thunder ist wirklich top! Es gibt keine unerwarteten Mängel und auch die Wasserfestigkeit ist gewährleistet. Der einzige Schwachpunkt ist, dass man wirklich sehr viel Zeit und Anstrengung braucht, bis man die Rückseite abgebaut, alles Eingesetzt hat und wieder zusammen gebaut hat. Hier muss man aufpassen, dass wirklich alles fest sitzt und dicht ist, denn sonst überlebt das Handy ein Bad im Wasser nicht. Das Design hingegen ist nicht wirklich toll. Hinten gibt es neben Kamera, Blitz, Lautsprecher und IceFox Logo auch die Rückseitige-Abdeckung, welche einen Autoreifenlook verpasst bekommen hat. Vorne gibt es die Frontkamera, Telefonlautsprecher und Hardware-Keys. Diese sind jedoch mehr schlecht als recht, da sie nicht schön sind und auch aufgrund der geringen Größe schwer zu treffen sind. Ebenfalls negativ: Um Power-Button und Lautstärke-Regler zu drücken sind zwei Hände und sehr viel Kraft notwendig. Die drei Knöpfe lassen sich extrem schwer drücken. Wer oft ein USB-Kabel oder Kopfhörer mit sich führt sollte immer einen spitzen Gegenstand dabei haben. Die Abdeckungen des USB-Ports und des 3,5 Millimeter Klinkgensteckers sind so fest, dass man sie mit den bloßen Händen nicht aufbekommt. Hier hilft wirklich nur eine Nadel oder Pinzette.

Auch das Handling ist nicht toll.  Die Abmessungen des IceFox Thunder sind 13,6 cm in der Höhe x 7,0 cm in der Breite x 1,8 cm in der Tiefe. Besonders durch das extrem Dicke Gehäuse fällt es extrem schwer, das Gerät mit einer Hand zu bedienen. Auch das verstauen in Hosentasche & Co. geht nicht gut, man sollte lieber eine Jackentasche bevorzugen. Außerdem ist das Gerät mit 260 Gramm richtig schwer.

AKKU

Wenn man das Thunder kauft bekommt man einen 2930 mAh Akku. Aufgrund der Einsteiger Hardware und des kleinen Displays hält dieser wirklich sehr lange! Bei einer Standbyzeit von acht Tagen und 37 Minuten und etwa 4 Stunden benutztem Bildschirm (das Thunder bietet keine genaue Anzeige des Verbrauchs durch das Display) hat der Akku noch immer 53%!

Der Akkuverbrauch des Thunder

Damit eignet sich das Thunder sehr für Leute die in der Natur arbeiten und das Gerät nicht dauerhaft benutzen. Aber auch für Radfahrer, Geocacher und Naturbeobachter kann der Akku sehr nützlich sein.

LEISTUNG / BENCHMARK

Der Snapdragon 200 im Zusammenspiel mit 1 GB RAM und dem niedrig auflösenden Display macht gute Arbeit. Ein Gaming-Handy ist das Thunder zwar nicht, alltägliche Aufgaben lassen sich jedoch ohne Probleme bewältigen. Schnell mal Twitter, ein paar WhatsApp Nachrichten beantworten und dann mal eine Runde Angry Birds stellt für das Thunder keine Herausforderung dar. Das liegt nicht zuletzt daran, dass IceFox am System außer ein paar Icons fast nichts geändert hat und somit fast Vanilla Android zum Einsatz kommt.

Beim populären Benchmark-Dienst AnTuTu erreichte das Thunder einen Wert von 16937 Punkten. Das ist in etwa die durchschnittliche Mittelklasse, die Hardware macht also auch hier einen ordentlichen Job.

Ein Benchmark mit dem Thunder

KAMERA

Fotos kann das IceFox Thunder auf der Rückseite mit 8 Megapixel und auf der Vorderseite mit 0.3 Megapixel schießen. Besonders bei diesem Gerät merkt man, dass Megapixel nicht alles sind. Fotos, welche mit der Rückseitigen Kamera aufgenommen wurden, sind extrem farblos, verwaschen, kontrastarm und teilweise pixelig. Der Autofokus hat bei Bildern massive Probleme, bei Videos funktioniert er gar nicht. Apropos Videos, das IceFox Thunder kann diese mit maximal 720p aufnehmen. Auch hier bekommt man extrem unscharfe, verrauschte und farblose Bewegtbilder. Lediglich der Ton ist gut, das eingebaute Mikrofon hat eine sehr gute Qualität.

ALLTAG

Mit einem Outdoor-Smartphone ist es im Alltag nicht immer leicht. Aufgrund der Dicke von 1,8 Centimetern wird es oft schwer, einen geeigneten Platz für das Handy zu finden. Auch das Display kann nicht überzeugen, bei 233 ppi sieht man wirklich jeden Pixel und auch die Blickwinkel sind sehr schlecht.

Telefonieren, WhatsApp-Nachrichten schreiben und surfen ist mit dem Thunder aber kein Problem. Wirklich toll ist, dass das Thunder wasserdicht ist. Das kann das ein oder andere mal wirklich helfen, auch wenn man sonst nicht viel mit Wasser zu tun hat. Sehr schlecht dagegen ist die Kamera, der Lautsprecher und die Knöpfe zum verändern der Lautstärke. Der Akku hingegen ist grandios, selbst bei vielen Tagen Benutzung gibt es keine Probleme.

FAZIT

Mit dem IceFox Thunder bekommt man ein Outdoor-Smartphone für einen fairen Preis. Lieferumfang, IP-68 Zertifikat und Akku können überzeugen. Die Performance ist ausreichend, große Spiele oder leistungshungrige Apps laufen jedoch nicht ordentlich. Das Display, die Kamera und der Lautsprecher sind große Schwachpunkte. Die Verarbeitung ist aber sehr gut, für den Preis geht das Gesamtpaket in Ordnung.

iPhone 6 LTE Problem mit o2 [gelöst]

LTE aktivieren am iPhone 6

Ich hab ja jetzt auch das iPhone 6 und hab auch eine Nano-SIM (war noch von meinem iPhone5 übrig). Ist übrigens eine von o2.

Jetzt hatte ich am Anfang immer schön H+, was ja grundsätzlich in Ordnung ist, da LTE ja nicht überall verfügbar ist. Seit gestern aber hatte ich nur noch 3G und heute an einem Standort, wo eigentlich LTE verfügbar sein müsste wurde mir nichts angezeigt. Das iPhone 6 zeigte nur 3G an.

Geprüft habe ich die Verfügbarkeit hier: http://www.o2online.de/tarife/lte/verfuegbarkeit/

Da wurden mir fünf grüne Striche angezeigt. Also volle LTE Power.

Also mittags zum o2 Shop meines Vertrauens. Der hat sich dann ein wenig angestellt. Er wollte wissen, ob ich meinen Vertrag hier oder im Internet abgeschlossen hatte. Ich meinte, das wisse ich nicht mehr genau (stimmte ja auch – hab ja inzwischen 3 Verträge bei o2) und daraufhin meinte er, dass er nicht nachschauen kann.
Ich erwiderte ihm, dass das eigentlich schon gehen müsste. Ich kann ihm ja auch meine Nummer sagen.
Nun wollte er sich rausreden, dass er einen Ausweis brauche. Datenschutz und so… Tja, dem Argument konnte ich nicht widersprechen, denn ich selbst finde Datenschutz ja auch wichtig. Leider hatte ich keinen Ausweis dabei und dass ich die EC-Karte im Hosensack hatte viel mir erst wieder ein, als ich schon auf der Strasse war.
Also wieder rein. Doof nur, dass die nächste Kundin schon dran war. Auch doof, oder besser gesagt verwunderlich, dass diese keinen Ausweis vorzeigen musste. Naja vlt. kannten sie sich ja, sie war ungefähr 1,75 gross, blond, gut gebaut… (aber ich schweife ab und interpretiere da vlt. was gaaaaaanz falsch in etwas hinein).
Auf jeden Fall kam ich dann wieder an die Reihe und mit meiner EC-Karte als Identitätsnachweis und der persönlichen Kundenzahl konnte ich ihm endlich mein LTE-Problem mit meinem iPhone 6 vortragen.

Er wusste auch keine Lösung, da mein Vertrag (o2 All-in Professional L) LTE inkludiert haben sollte.

Also der Shop selber bei der o2 Hotline angerufen und die meinten, dass mein LTE deaktiviert ist. Ähmmm, hallo? Wie kann man LTE deaktivieren? Das ist doch Vertragsbestandteil, wie SMS?! Im Online-Portal gibt es das auch nicht als Auswahl- bzw. Abwahlmöglichkeit und ganz ehrlich, wer ist so bescheuert und deaktiviert LTE?

Naja. Nach kurzer Zeit in der Warteschleife bekam ich die Info, dass LTE deaktiviert wird und dann wieder aktiviert. Dann sollte es funktionieren. Wer jetzt eine berechtigte Frage bzw. Zweifel hat, der hat aufgepasst und den letzten Satz aufmerksam gelesen.

Hier noch der Screenshot, zum visuellen Nachdenken dazu:

o2 SMS LTE Problem mit iPhone 6

Genau, der aufmerksame Leser bemerkt, dass die von o2 etwas deaktiviert haben, was aber angeblich schon deaktiviert war. Eigentlich hätten sie das doch einfach nur aktivieren müssen. 😉

Sei es wie es sei. Nach Erhalt der SMS von o2 und einem gschmeidigen Neustarts meines iPhone 6 hatte auch ich endlich die magischen drei Buchstaben „LTE“

Ende gut, alles gut.

PS.: So aktiviert ihr LTE an eurem iPhone 6 mit iOS 8.1:

Einstellungen -> Mobiles Netz -> Regler von grau auf grün schieben bei: LTE aktivieren
schaut dann so aus:

LTE aktivieren am iPhone 6

Warum ich jetzt doch ein iPhone 6 haben will.

Ich hatte euch ja schon mal ausführlich erklärt, warum ich kein iPhone 5S haben will. In diesem Beitrag will ich euch erklären, oder versuche es zumindest, warum ich jetzt doch wieder ein iPhone haben will.

Vor ein paar  Wochen war ich im Saturn im Europark/Salzburg und hatte das iPhone 6 das erste mal in der Hand. Natürlich hat man sich auch schon vorher die Specs und Bilder angeschaut, aber die lassen die Haptik ja nur erahnen. Ich hielt es also in meinen eigenen Händen und muss gestehen: Vom Hocker hats mich jetzt nicht gerissen. Wie wir ja leider alle wissen kann Apple seit dem Tod von Steve Jobs keine Innovationen mehr. Ehrlich gesagt kann ich mir das zwar nicht vorstellen, da Jobs auch nur ein Mensch war, wenn auch ein besonders kreativer. Es müssten doch genügend kreative Köpfe in Cupertino rumlaufen, die mal wieder eine _richtige_ Innovation auf die Reihe kriegen. Aber naja, das ist jetzt nicht mein Problem und müssig darüber nachzudenken.

Das Anfassen

Das iPhone 6 fühlte sich auf jeden Fall wieder gut an, wie eigentlich jedes Apple Produkt, dass ich bisher anfassen durfte. Was ich natürlich schon kannte war iOS. Das System ansich finde ich toll und quasi selbsterklärend, ja man kann schon sagen, dass es intuitiv ist. Ich brauche keinen Schnickschnack, muss mein Handy nicht rooten oder flashen, oder sonst irgendwas. Bei einem iPhone läuft das Ding von Anfang an rund. Natürlich können jetzt die Android Fan Boys wieder sagen: „Ja aber, was ist mit den Features und Möglichkeiten…“. Dem kann ich nur entgegnen: Lasst mich mit eurem „Ja, aber!“ in Frieden. iOS hat alle Apps die ich brauche und zur Not (WIRKLICH NUR ZUR NOT!) kann ich mir auch einen Jailbreak installieren. Übrigens hatte ich auch ein iPhone 6 Plus in der Mangel (nein, ich habe keinen #Bendtest gemacht ;)) und das war mir dann wiederum eindeutig zu groß. Im Vergleich zu meinem iPhone 5 hat das 6er für mich die optimale Größe.

iPhone6Plus Haptik iPhone6plus Verpackung

Der Vergleich mit so anderen Sachen

Ich hatte in den letzten paar Monaten mit einigen Android Geräten rumgespielt (u.a. Moto G, OnePlus One, IceFox X2, Acer Liquid E3), auch ein Windows Phone Gerät getestet und war sogar ein wenig verliebt in das BlackBerry Q10. Das erfüllt mich aber alles nicht! Ich will das nicht. Ich will ein iPhone. Ich könnte jetzt etliche Gründe nennen, die in meinen Augen gegen Android oder die jeweiligen Geräte sprechen, aber das würde zu weit führen. Nur kurz: das Moto G ist mir zu langsam und der Akku zu lahm, das OnePlus One war mir zu groß, das IceFox X2 ein SGS3 Klon und Android im allgemeinen ist mir zu umständlich und auf jedem Gerät anders.

Apropo „Vergleich“: Wer einen wirklich guten Vergleich zwischen dem Huawei Ascend Mate 7 und dem iPhone 6 Plus lesen will, der schaut bei den Jungs vom huaweiblog.de vorbei. Da kann man sich dann auch direkt eine eigenen Meinung bilden, ob man sich für ein „billiges“ Android Gerät, oder das „teurere“ Apple Produkt entscheidet.

Das leidige Thema „Geld“

Natürlich schreckt auch erstmal der Preis bei Apple Geräten ab. Das iPhone 6 kostet in der 64GB Version in spacegrau 799,- Euro. Einen soliden bzw. vergleichbaren Androiden bekomme ich schon um ein paar Hundert Euro billiger. Jetzt kommt aber mein „Ja aber!“. Wenn ich mein iPhone 6 in ein paar Monaten wieder verkaufen will, dann erhalte ich annähernd den Einkaufspreis zurück, sofern ich es pfleglich behandelt habe. Bei einem Gerät mit Android Betriebssystem, egal ob das nun von HTC, Samsung oder Huawei kommt, ist der Preisverfall immens zu spüren. Da kann es sein, und ich spreche da aus Erfahrung, dass der Einstandspreis bereits nach ein paar Tagen um 10% gefallen ist. Umso schwieriger wird es dann natürlich, wenn man ein gebrauchtes Gerät wieder los haben will.

Kurz und knapp: Einmal iPhone, immer iPhone.

BlackBerry, Klappe, die zehnte…

BlackBerry Q10 vs. Apple, Samsung, HTC und HuaweiNicht nur in Deutschland hat der kanadische Technikriese BlackBerry mit sinkenden Absatzzahlen zu kämpfen. Dennoch gibt sich die Leitung des Konzerns optimistisch: Nun soll das im Herbst erscheinende Betriebssystem BlackBerry OS 10.3 für einen Kundenzuwachs sorgen. Was sich der Vorstand und die Entwicklerteams der RIM (Research in Motion) Gruppe einfallen lassen haben, mit welchen Geräten das Software-Spektakel bereits genutzt werden darf, und was es mit den beiden parallel erscheinenden Smartphones „Passport“ und „Classic“ auf sich hat, verraten die folgenden Zeilen.

Das neue BB OS: Schönheitseingriff oder Revolutionsversuch

In der Vergangenheit musste sich BlackBerry vor allem für sein Betriebssystem immer wieder Kritik gefallen lassen: Die komplizierte beziehungsweise kaum ausreichende Versorgung mit kleinen Zusatzprogrammen, sogenannten Apps, sowie gänzlich anders strukturierte Menüführungen, die allen Android- und iOS-Nutzern einen Umstieg deutlich erschwerten, ließen Smartphones und Tablet-PCs samt BlackBerry OS schnell zum Ladenhüter mutieren. Das neue Betriebssystem in der Version 10.3 versucht nun zumindest auf optischem Wege, eine Brücke zu den konkurrierenden Systemen herzustellen. So wird zunächst einmal die Hintergrundfläche eines aufgerufenen Menüs nicht mehr transparent, sondern statisch dargestellt. Wichtige Funktionen im MP3-Player, Einstellungen und Hervorhebungen bei der Tastatur werden nun außerdem mit einem markanten Rotton untermalt. An der eigentlichen Menüführung ändert sich jedoch nichts: Hier und da werden dem Nutzer nach wie vor überladene und verlinkte Strukturen präsentiert, welche den Einstieg in die BlackBerry-Betriebssystemwelt nach wie vor verkomplizieren dürften.
Immerhin: Mit einer cleveren Stromspartechnik, welche je nach Einstellung verschiedene Aktionen hervorrufen und bereits durch das Auflegen des Bildschirms auf die flache Hand aktiviert wird, zeigt sich BlackBerry 10.3 recht umweltbewusst. Pluspunkte gibt es zudem für eine sinnvolle Kamerasteuerung, welche nun unter anderem die Regulierung der Aufnahmegeschwindigkeit (30 oder 60 fps) erlaubt. Auch die erweiterte Suchfunktion „Smart Search“ kommt gut an: So können nicht nur die Inhalte des Smartphones, sondern auf Wunsch auch die unendlichen Weiten des Internets nach diversen Begrifflichkeiten durchforstet werden. Mit der letzten großen Innovation, einer hauseigenen Sprachsoftware, konnte BlackBerry 10.3 jedoch bislang nicht überzeugen. Auf dem Z30, dem derweil einzigen Modell, auf dem BlackBerry OS 10.3 läuft, sorgten Fehlinterpretation und Aussetzer immer wieder für Unmut während des Hightech-Smalltalks.

Smartphone-Nachschub noch im Herbst

Neben dem Software-Update BlackBerry 10.3 sollen noch zwei Hardwareneuheiten in diesem Jahr aus Kannada für weltweites Aufsehen sorgen. Das „Passport“, welches zunächst

BlackBerry Passport Classic
via nextpowerup.com

unter dem Namen „Windermere“ gehandelt wurde, soll schon aufgrund seiner Form von sich Reden machen: Ein quadratischer Bildschirm, mit einer Auflösung von 1.400 x 1.400 Pixeln auf einer Diagonalen von 4 Zoll, sowie ein integrierter Softkey-Tastaturen-Block verleihen dem Smartphone ein ohne Frage einzigartiges Aussehen. Ob sich das Modell, ausgestattet mit einem Quad-Core-Prozessor, einer vermutlich 13 Megapixel starken Handykamera und einem 3 GB dicken Arbeitsspeicher allerdings auch funktional auf dem hiesigen Telekommunikations- und Unterhaltungsmarkt durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. Mit einem sehr leistungsstarken Akku, welcher angeblich eine Leistung von über 3.300 mAh mit sich bringen soll, höchstwahrscheinlich allerdings nicht ausgewechselt werden darf, bietet das Modell schließlich durchaus Vorteile, gleichzeitig aber auch entscheidende Negativpunkte. Über das zweite Modell, das Classic, sind bis auf dessen Ausmaße, welche – wer hätte es gedacht – denen eines klassischen BlackBerry-Modells wie dem Q10 gleichen und eine überarbeite Trackball-Leiste mit sich bringen soll, übrigens keine weiteren Informationen bekannt. Was die beiden Modelle, und vor allem das neue Betriebssystem, letzten Endes zu bieten haben, läst sich demnach erst Mitte Oktober klären, wenn es die beiden Alleskönner-Handys offiziell zu kaufen geben soll.

Wie bekomme ich das beste Smartphone zum günstigsten Preis?

Diese Frage hat sich bestimmt schon jeder einmal gestellt. Mir natürlich inklusive. Bei mir ist es momentan wieder soweit, dass ich mich nach einem neuen Smartphone umsehe und dass soll natürlich nicht das schlechteste sein, sondern eins von den besten. Naja, natürlich nicht _das Beste_ aber es soll halt preis-leistungs-mässig einen guten Eindruck machen.

Wenn wir über das Thema „Preis-Leistung“ reden, dann müssen wir auch über das Thema „Apple“ sprechen. Ich mag die Geräte von den Jungs und Mädels aus Cupertino. Das Betriebssystem iOS ist intuitiv und die Geräte sind ansprechend designed und liegen gut in der Hand. Natürlich ist ein iPhone auch ein Statussymbol und man bezahlt entsprechend für den Preis. Das wiederum lässt Apple in meinen Überlegungen erst mal außen vor.

Welches Betriebssystem?

Was haben wir noch auf dem Markt? Ich hatte, bzw. habe ja auch ein BlackBerry Q10, mit dem ich eigentlich immer sehr zufrieden war. Die Betonung liegt auf _war_. Denn vor nicht allzu langer Zeit fing auf einmal eine Taste auf der Hardware-Tastatur zu spinnen an. Meine Texte bei WhatsApp und Facebook Messenger konnte man zwar noch deuten, aber es kamen schon sehr seltsame Wortgebilde raus. Außerdem hat mich beim BlackBerry immer gestört, dass es so wenige Apps gab. Das änderte sich auch nicht mit der Sideload-Funktion von Android. Aus diesem Gesichtspunkt heraus finde ich das Preis- / Leistungsverhältnis von BlackBerry schlichtweg nicht in Ordnung.

Durch einen Zufall kam ich dann an ein Moto G von Motorola. Motorola wurde ja bekanntlichermaßen von Google aufgekauft und seitdem bekommen die Geräte von Motorola immer auch gleich die neueste Android Version. Der Google Play Store ist immer prall gefüllt mit sämtlichen nur vorstellbaren Apps und die Performance an sich vom Moto G ist auch nicht schlecht. Im konkreten Fall halte ich so das Preis- / Leistungsverhältnis für sehr gut.

Mit WindowsPhone habe ich mich bis dato noch nicht beschäftigt. Man hört, dass die Verfügbarkeit von Apps derer von iOS oder Android hinterherhinkt. In der Werbung habe ich vor Tagen eine Werbung zum Nokia Lumia 630 gesehen (die läuft eigentlich ständig ;)). Meinen Einschätzungen nach liegt WindowsPhone im Preis- / Leistungsverhältnis hinter Android, aber noch vor BlackBerry.

Insofern habe ich mich also erstmal für ein Android Smartphone entschieden (iOS ist noch nicht aus dem Rennen, keine Angst). So habe ich mich in die weiten des Internets begeben und eine Suche bezüglich  „Handys und Smartphones im aktuellen Vergleich“ durchgeführt.

Vergleich einzelner Geräte

Verglichen habe ich folgende Geräte:

  • Huawei Ascend P7
  • LG G3
  • HTC One (M8)
  • Samsung Galaxy S5

Diese vier Geräte nehmen sich im Prinzip nicht viel. Alle kommen mit Android KitKat (4.4.2) daher. Alle haben sie 2GB RAM und 16GB internen Speicher. Ein Quad-Core Prozessor ist auch bei allen vieren verbaut. Hier trennt sich natürlich dann die Spreu vom Weizen, auch die GPU ist nicht bei allen gleich. Einzig SGS5 und LG G3 haben eine Adreno 330 GPU. Wobei ich da nicht wirklich schaue, ob das Gerät Microruckler hat, oder ob der neueste SpieleBlockbuster auch in der höchsten Auflösung läuft. Wie gesagt, mir ist das Verhältnis zwischen Preis und Leistung wichtig und da kommen wir auch schon zum Pudels Kern.Handyvergleich_Huawei_Ascend_P7_und_LG_G3_und_HTC_One_M8_und_Samsung_Galaxy_S5

Huawei schafft es, dass ihr Blockbuster für knapp 300,- Euro zu haben ist. Die Flaggschiffe der anderen drei Hersteller kosten allesamt über 500,- Euro. Noch Fragen? Also ich nicht. Naja, eine Frage hätte ich noch. 😉 Warum eigentlich kein iPhone? Mit dem 5er war ich bis auf das leidige Akku-Thema eigentlich zufrieden. Das iPhone 5S kostet momentan auch über 500,- Euro. Und zwar die Gold-Version. Ich glaub ich kauf mir n iPhone und zwar in Gold, weil Gold is best. 😉 Oder doch nicht? Lieber noch auf das iPhone 6 warten? Das soll ja nur so vor Innovationen strotzen (Achtung Ironie).

Ach menno, ich weiss es nicht. Ich spar jetzt erst mal und melde mich dann wieder.

Wieviel Smartphone ist gut für mein Kind? Teil 3

Smartphone - Kinder - GefahrenDer erste Teil meiner Reihe behandelte das Sicherheitsbedürfnis der Eltern. Im zweiten Teil habe ich die Vorteile der Nutzung eines Smartphones durch unsere Kinder angeschnitten. Im dritten Teil gehe ich nun auf die Gefahren der Nutzung ein.

Jedes Smartphone, egal ob iPhone, Android-Handy oder Blackberry hat heute vielzählige Funktionen. Darunter Internet, GPS und eine Kamera.

Durch die Nutzung von diversen Apps und die ersteinmal „freizügigen“ Einstellungen zum Datenschutz lauern hier mannigfaltige Gefahren.

Datenschutz

Ein Schreckenszenario könnte so aussehen:
Mein Kind hat ein Smartphone und nutzt folgende (durchaus als Standard zu bezeichnen) Apps:

  • Facebook
  • Instagram
  • Foursquare

Die Datenschutzeinstellungen bei Facebook sind zuerst so, dass man seine Beiträge und sein Profil der ganzen Öffentlichkeit zugänglich macht. Bei Instagram sind die veröffentlichten Fotos grundsätzlich öffentlich. Und bei Foursquare muss man auch einstellen, wenn nicht jeder sehen soll, wo man sich gerade aufhält.

Stellen wir uns also vor, dass unser Kind diese sozialen Medien ausgiebig nutzt. Auf Facebook wird in der Chronik das Foto von der Siegerehrung vom letzten Schwimmwettkampf gepostet.
Auf Instagram kommen alle Fotos der letzten Freibadsaison. Sind natürlich auch freizügige dabei, man will ja ein wenig posen. 😉
Foursquare kriegt regelmäßig mitgeteilt wo man sich gerade befindet. Die Freunde sollen ja wissen, wenn man gerade im Freibad ist.

Soweit so gut. Ich begebe mich nun in die Denkweise eines Menschen, der meinem Kind nichts gutes will.

Ich schaue zuerst einmal alle Homepages von Schulen im Landkreis durch, ob dort nicht ein Foto, vielleicht sogar mit Namen, eines Kindes ist dem ich Böses will. Sollte kein Name vorhanden sein – auch nicht schlimm. Gibt ja die Google Bildersuche. Über Google finde ich auch heraus, dass das Kind auf Facebook ist. Schaue ich mir dort die Chronik an, weiss ich nun, dass es im Schwimmverein XY trainiert. Ein kleiner Blick auf die Internetseite des Vereins und schon weiss ich, wann und wo das Training stattfindet.
Weiter bekomme ich auch via Facebook heraus, ob das „Objekt der Begierde“ auf Foursquare ist. So kann ich leicht schauen, an welchem Ort es sich gerade eingecheckt hat.

Dieses Szenario will ich gar nicht weiter ausmalen, da sich wohl jeder vorstellen kann worin die Gefahren lauern.

Mobbing

Wie im zweiten Teil schon ausgeführt hat die Nutzung von Smartphones durchaus seine Vorteile. Man hält Kontakt zu seinen Freunden. Was passiert aber, wenn aus Freunden plötzlich Feinde werden?

Bei der Messenger App „Whatsapp“ kann man zB Kontakte blockieren. So werden nervende, beleidigende oder sogar belästigende Kontakte ausgesperrt. Auch bei Facebook gibt es die Möglichkeit ehemalige Freunde zu blockieren.

Bedenken muss man hierbei aber, dass dies ja immer erst im Nachhinein geschieht. Das heisst einer Blockierung geht erst einmal etwas voraus. Virtuell schickt man schneller mal eine massive Drohung oder Beleidigung, oder ein nicht jugendfreies Bild oder Video.
Das Kind ist dann schon in den Brunnen gefallen und die Kinderseele ein wenig angeknackst.

Durch die Nutzung des Internets, was man natürlich auch ohne Smartphone erledigen kann, besteht auch die Gefahr, dass sich Kinder über diverse Plattformen mobben. Das kann ein unvorteilhaftes Bild, oder auch die Bekanntgabe der letzten Note in Mathematik sein. Die Möglichkeiten scheinen hier, wie auch das Internet selbst, unbegrenzt.

Man muss sich als Eltern immer im klaren sein, dass die Nutzung von Technik und Medien in der heutigen Zeit Gefahren birgt. Diese Gefahren können Kinder noch nicht überblicken, so dass dies die Aufgabe der Eltern bleibt, die Kinder aufzuklären und auch immer mal wieder das Smartphone in die Hand zu nehmen und einen kritischen Blick, nicht nur auf die Datenschutzeinstellungen, zu werfen.

Im vierten und letzten Teil ziehe ich ein Fazit zum Thema „Wieviel Smartphone ist gut für mein Kind?“

Wieviel Smartphone ist gut für mein Kind? Teil 2

whatsapp HOAX

Gestern haben wir festgestellt, dass es hundertprozentige Sicherheit auch dann nicht gibt, wenn wir unsere Kinder mit Smartphones ausstatten.

Wer Freiheiten aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit. – Benjamin Franklin – amerikanischer Politiker

Heute schauen wir uns mal die praktische Seite an, wenn unser Kind von uns ein iPhone oder ein Android Handy bekommt.

Erreichbarkeit / Praktischer Nutzen

Ich will meinem Kind noch schnell sagen, dass wenn es von der Schule nach Hause kommt kurz warten soll, weil ich noch schnell eine Besorgung machen musste. (Ok. Früher hat man einen Zettel hingelegt und das Kind wusste auch bescheid ;))
Das Kind soll nicht zum vereinbarten Treffpunkt kommen, sondern stattdessen schon zu Opa fahren (Ja ich weiss, früher wäre man halt hingefahren und hätte es dem Kind persönlich mitgeteilt)
Es regnet wie in Strömen und das Kind ruft an oder schickt ne Whatsapp-Nachricht, dass man es doch bitte vom Bahnhof abholen soll. (Wir sind halt früher nass geworden, aber geschadet hat das auch nix.)
Es ist gerade Volksfest und man hat mit seinem Sprössling ausgemacht, dass er um 16:30 Uhr zuhause sein soll. Nun bitte er via Smartphone um Fristverlängerung. (Damals wäre das Kind zu spät gekommen, oder zähneknirschend zum vereinbarten Zeitpunkt. Für beide Seiten eigentlich kein Drama, oder?)
Weil ich vor lauter Bloggen keine Zeit hatte einzukaufen, schreib ich meinem Kind: „Kauf bitte noch Semmeln.“, da es ja eh gerade auf dem Heimweg vom Gitarrenunterricht ist.

Natürlich kann man auch mit der entsprechenden App kurz nachschauen, wo sich sein Kind gerade rumtreibt. Ich halte es aber eher so, dass ich meinem Kind vertraue. Kommt das Kind mal wirklich später nach Hause beruhigt ein Blick auf die App mit dem Standort des Kindes unser Gemüt ein wenig, wenn man feststellt, dass es noch „auf dem Radar“ ist.

Die Kinder untereinander nutzen das Smartphone untereinander auch anders, als wir das früher getan haben. Davon abgesehen, dass wir früher gar kein Smartphone hatten. In der heutigen Zeit dient vor allem Whatsapp dazu sich mit seinen sozialen Kontakten auszutauschen. Wo wir früher noch Treffpunkte ausmachen mussten und „Hotspots“ abgegrast sind, schreibt die „Generation Whatsapp“ auf dem Daten Highway und informiert sich gegenseitig über gerade erlebte Sachen, oder was für einen Song man gerade gut findet. Man tauscht Erlebnisse via Fotos, Videos oder Sprachnachrichten aus. Was ich gestern beim Finale von Germanys Next Top Model feststellen durfte: Auch diese Sendung wird quasi nicht mehr alleine, sondern mit Freunden via Whatsapp verfolgt. Dort tauscht man sich in der GNTM-Gruppe über Heidi Klum und Wolfgang Joop und auch über die Modell-Kandidatinnen aus.

Die Form der sozialen Vernetzung hat sich rapide gewandelt. Ob dies nun gut oder schlecht ist wird sich noch herausstellen. Auf jeden Fall sollten wir uns davor nicht verschließen.

Wie man sieht hat das Smartphone auch praktische Vorteile. Es erleichtert einem ein wenig das Leben, wobei es natürlich nicht zwingend überlebenswichtig ist.

Der nächste Teil meiner Reihe „Wieviel Smartphone braucht mein Kind?“ geht dann auf die Gefahren bei der Nutzung ein.

Wieviel Smartphone ist gut für mein Kind? Teil 1

Wieviel Smartphone ist gut für mein Kind?Ich starte hier mal eine Reihe „Wieviel Smartphone ist gut für mein Kind?“. Der erste Teil beschäftigt sich mit dem Sicherheitsbedürfnis / Sicherheitsdenken der Eltern.

Übersicht über alle Themen der Reihe:

  • Sicherheitsbedürfnis / Sicherheitsdenken der Eltern
  • Praktische Nutzung von Smartphones durch Kinder
  • Gefahren bei der Nutzung
  • Fazit – Für und Wider der Nutzung von Smartphones durch Kinder

Als Vater bzw. als Eltern bekommt man oft die Frage vom eigenen Kind gestellt: „Papa, wann kriege ich endlich ein Smartphone? Alle aus meiner Klasse haben schon eins!“ Wenn man bedenkt, dass das Kind erst 9 Jahre alt ist und in die vierte Klasse geht, dann frägt man sich tatsächlich, ob wirklich schon alle aus der Klasse ein Handy in der Hosentasche haben. Vielleicht hat das Kind da ja auch was verwechselt und es handelt sich um ein kindgerechtes Handy. Also ein Handy, bei dem man nur eine Nummer wählen, ansonsten aber nur angerufen werden kann. Manche Handys haben auch eine GPS Ortung mit an Board, so dass die Eltern immer wissen, wo sich das Kind gerade aufhält. Dazu aber später mehr.

Ich frage gerade meine kleine Tochter, was für Smartphones denn so die Klassenkameraden haben. Haltet euch fest! Es wurden folgende Geräte aufgezählt:

  • Samsung S5
  • Galaxy S4
  • Sony Xperia
  • HTC

Das wie gesagt in der vierten Klasse. Die Grauziffer ist dementsprechend höher.


Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Die Statistik zeigt nur die Altersverteilung ab 13 Jahren an. Wenn wir davon ausgehen, dass ungefähr 31 Millionen Smartphones in Deutschland in Betrieb sind macht das über 2,5 Millionen, die alleine von Kindern bzw. Jugendlichen benutzt werden.

Beleuchten wir die Hintergründe ein wenig.

Sicherheitsdenken / Sicherheitsbedürfnis

Fast alle neuen Smartphones sind mit einem GPS Sensor ausgestattet. Mit der passenden App, kann man so sein Kind „orten“. Man weiss also jederzeit, in einem gewissen Radius, wo sich sein Kind gerade befindet. Man kann den Schulweg des Kindes überwachen und so schnell feststellen, ob es den gewohnten/ausgemachten Nachhauseweg einschlägt, oder ob es noch den ein oder anderen Umweg nimmt. Kommt natürlich vor, wenn das Kind noch schnell zum Bäcker läuft, um sich dort mit Süssigkeiten oder einem Päckchen Panini Fußballsticker „versorgt“.

Ebenso kann das Kind sowohl einen Notruf (der auch ohne SIM-Karte funktioniert) absetzen, als auch die Eltern informieren, wenn etwas außergewöhnliches passiert ist. Auch können die Eltern das Kind anrufen, um zu fragen wo es denn bleibt.

Ich selber halte nichts von dieser Art der Befriedigung des Sicherheitsbedürfnisses. Meiner Meinung nach ist das nur das vielbesagte Feigenblatt, da durch die Ausstattung des Kindes mit einem Smartphone und der einhergehenden Möglichkeit des Erreichens bzw. Ortens im Ernstfall nichts erreicht ist. Sollte das Kind wirklich in Schwierigkeiten stecken und damit meine ich ernsthafte Schwierigkeiten (Entführung oder Unfall), dann wird zum einen der Entführer das Handy entsorgen und zum anderen das Kind aufgrund der stressbedingten Situation nicht in der Lage sein die Eltern anzurufen. Solche Extremsituationen müssen immer und immer wieder geübt werden um in Fleisch und Blut überzugehen. Wir brauchen ja nur an uns selber denken, wie wir in Extremsituationen reagieren. Da muss erst mal der Schock verarbeitet werden, um überhaupt wieder klar in der Birne zu sein. Wie soll sich da erst ein Kind verhalten?

Im nächsten Teil gehe ich auf die praktischen Möglichkeiten der Nutzung von Smartphones durch unsere Kinder ein.