#honor1212 in China – Ein Reisebericht

Ich wurde gemeinsam mit Marco zu einer China Reise von Honor eingeladen. Hintergrund ist, dass ich ja Betreiber des honor Blogs bin und honor in China seinen zweiten Geburtstag feierte. Insgesamt waren wohl um die 15.000 Menschen aus der ganzen Welt zu diesem Geburtstag eingeladen. Wir waren als Journalisten da.

Im Vorfeld gab es wohl ein paar „kleine“ Probleme mit der Erstellung des Visums für China. Ich musste bis zum vorletzten Tag, der geplanten Abreise, warten und bekam per Expresslieferung meinen Pass samt Visum zugesandt. Andere mussten ihren Pass sogar am Tag der Abreise am Flughafen abholen. Aufgrund dieses Fakts habe ich mich auch nicht wirklich auf China vorbereitet. Ja sogar meinen Koffer habe ich erst am Tag des Abflugs nach dem Aufstehen gepackt. Natürlich habe ich auch gleich was Wichtiges vergessen: Haargel. Zum Glück hatte ich Haarspray dabei. 😀

Nach dem Frühstück ging es dann auch gleich los zum Bahnhof, wo ich mit dem Meridian und der S-Bahn an den Münchener Flughafen gefahren bin. Am Flughafen hab ich mich mit dem Fuchs getroffen und eingecheckt. Der Fuchs hatte nur Handgepäck dabei. Auch mutig für 5 Tage China. 😉

Im Flugzeug hab ich dann noch Bekanntschaft mit Marcel gemacht, der genau neben mir sass und auch die Reise nach Shenzhen mitmachte. Er sollte aber aus Sicht eines Popkultur-Blogs darüber berichten. Mehr dazu auf AMY&PINK.

Die Reise sollte via Frankfurt und Peking nach Guangzhou gehen. Dort weiter mit dem Bus nach Shenzhen. Eine Reisezeit von mehr als 24 Stunden. Diese Zeit verging zwar nicht im Flug, obwohl wir ja in einer Boing 777 der Air China sassen, aber sie verging. Grund dafür war auch die nette Reisegruppe, die sich am Frankfurter Flughafen zusammengefunden hatte.

Hier zu nennen wären im einzelnen und auch im speziellen der großartige Berlin Blogger Sascha „Gilly“ Israel (von dem ich jetzt seinen echten Vornamen weiß ;)), der weltberühmte Techblogger Carsten „Casi“ Drees, der verdammt gut aussehende Youtuber Andreas „der Fuxxer“ Fuchs, die unsjedenWunschvondenLippenablesende Reiseleiterin Katharina „Kathi“ Denkler (auch ihren wahren Vornamen kenne ich nun :D), die Huawei- und Honor Koryphäe Marco Lerch, der Betreiber eines Amy Weinhaus Blogs Marcel Winatschek, der smarte und immer korrekte Ümit Memisoglu, die bei einem webdesigntechnisch in den 90er Jahren stecken gebliebenen Online Magazin arbeitende Rita Deutschbein,  und meiner einer.

BuluBulu Gang

Die Einreise nach China zeigte sich dann erstaunlich problemlos, man musste einen Zettel im Flugzeug ausfüllen (den wir natürlich erstmal nicht ausgefüllt hatten!!!) und diesen mit seinem Pass den grimmig dreinschauenden und nichtssprechenden chinesischen Beamten am Border Control Schalter abgeben. Nach kurzer Gesichtskontrolle wurde man dann durchgewunken. Das erste was man dann natürlich im Wartebereich schaute: Hab ich WLAN? Ja man hatte WLAN, aber ganz ehrlich China: da müsst ihr noch dran arbeiten. Was soll das? Ihr habt doch eh schon die längste Mauer im Universum, da müsst ihr doch nicht auch noch ne virtuelle Mauer um euer Land bauen. Die chinesische Firewall nervt. Vor allem Dingen deswegen, da sie eigentlich ja eh Makulatur ist. Mit der entsprechenden Software (VPN) umgeht man sie relativ einfach und kann dann wie gehabt Facebook, Google und Twitter nutzen. Offene WLANs gibt es allerdings in China auch relativ selten und wenn ja, dann ist immer mit Abstürzen und langsamen Ladezeiten zu rechnen.

In Guangzhou angekommen warteten diejenigen, die nicht nur Handgepäck dabei hatten (ja, der Fuchs war nicht der einzigste), auf ihr aufgegebenes Gepäck. Das waren auch nochmal bange Minuten, weil erstens kann auf so einer langen Reise mit zwei Umstiegen immer mal was schief gehen und zum andren gab es irgendwann mal, von irgendjemanden, die Info, dass man sein Gepäck in Peking abholen und durch den Zoll musste. Ich selber hab mir gedacht: Schau ma mal! Und ich ich hatte Glück, wir alle hatten Glück. Alles angekommen. Also gings weiter mit dem Bus zu unserer Final Destination.

Auf dem Weg ins Hotel kamen wir an unzähligen Baustellen mitten im Grünen vorbei. Man merkte, dass hier noch vor 30 Jahren Urwald und Dschungel war. Shenzhen mit seinen jetzt um die 14 Millionen Einwohnern entstand aus einem kleinen Fischerdorf mit gerade mal 30.000 Menschen. Überall wird gebaut und es werden ganze Stadtteile und Autobahnen hochgezogen. Was mir aber immer wieder aufgefallen ist, zwischen den Hochhäusern sind in Gruben kleine Gärten und Teiche angelegt. Man könnte hier von Naherholungsgebieten des kleinen Mannes sprechen, ähnlich wie bei uns die Schrebergärten. Wobei ich aber eher denke, dass es sich um reine Existenzsicherung der ärmeren Bevölkerungsschicht handelt, die so arm sind, dass sie ihr Essen nicht im Supermarkt einkaufen können. China: das Land der Gegensätze.

Mit unserem Super Luxusliner sind wir dann auch (auch da hatten wir Glück, wie das Video zeigt) in unserem wunderschönen Hotel, The Coli Hotel Shenzhen, angekommen.

Ein paar Eindrücke vom Hotel:

honor feierte zwei Tage lang auf dem Campus der Universiade in Shenzhen.

An diesen beiden Tagen war einiges geboten. U.a. trat die chinesische Girlband s.i.n.g. auf und präsentierte den Ohrwurm #bulubulu

Bilder vom Konzert:

Auch einige Produkte wurden auf diesem Event vorgestellt. U.a. eine Smart Home Solution. Mehr dazu findet ihr bei honornews.de

Essen in China:

Ja Essen in China ist besonders, vor allem für uns Europäer. Wir haben zwar keinen Hund gegessen, dafür etliche andere chinesische Spezialitäten:

  • Frosch
  • Kröte
  • Krebs
  • Entenzungen
  • Tausendjähriges (fermentiertes) Ei
  • Reis in Lotusblättern
  • Hühnerfüße

Ich habe alle aufgetischten Speisen probiert. Vor einigen hatte ich ein wenig Angst, z.B. vorm tausendjährigen Ei, das hat sich allerdings als relativ harmlos erwiesen. Die Hühnerfüße sahen strange aus, waren aber auch zu essen. Die Frösche waren ein wenig komisch, da der Frosch im Ganzen frittiert wurde und so noch sämtliche Knochen enthielt. Der Rest ging. Die Chinesen stehen drauf an etwas zu knabbern und mit der Zunge zu sezieren. Reis gab es übrigens fast nie als Beilage, da dieser in China eher etwas für arme Leute ist.

honor Cafe

Wie bereits eingangs erwähnt waren wir ja auf Einladung von honor in China. Und die Jungs und Mädels von honor geben richtig Gas, was Marketing bzw. das Bekanntmachen der Marke anbelangt. So gab man uns die Möglichkeit das honor Cafe zu besuchen. Dieses Cafe wurde erst ein paar Tage vor unserem Besuch feierlich eröffnet. Wer mehr zum honor Cafe erfahren will, der liest sich den Bericht von Casi durch:

Mein Besuch im Honor-Café in China: Smartphones, Roboter & massig Bücher

Hier noch ein paar Eindrücke, die ich per Kamera (ja ich hab mit meinem iPhone 6 die Fotos gemacht – shame on me – aber ein honor oder Huawei Gerät konnte ich noch nie „ergattern“, die bekommt fast immer der Marco Lerch 😉 )  festgehalten hatte:

Vor dem honor Cafe fiel mir dann dieses Plakat auf, es zeigt nicht etwa die Werbung für den nächsten Action Kracher mit Jackie Chan, nein, es ist ein Werbeplakat der Polizei.

Werbeplakat - Polizei - China

Passt dann aber irgendwie gar nicht zu den Polizeibussen, die an jeder Ecke rumstehen :p :

Polizeibus China

Karaoke in Shenzhen

In China sagt man zu Karaoke „KTV“ und recht viel mehr gibt es dazu auch nicht zu berichten, ausser dass man eine fantastische Location ausgesucht hatte, denn wir hatten eine Bar für uns ganz alleine und hatten mächtig Spaß und haben auch Gas gegeben. Das Bier war irgendwann alle und ich kratzte meine letzten Yuan zusammen, um noch eine letzte Palette „Budweiser“ zu kaufen. Das ging dann auch weg wie warme Semmeln kaltes Bier. Vor allem die Engländer und Holländer waren sehr gierig 😉

Das zweithöchste Bauwerk der Erde

Wenn es denn mal fertig wird, ist das Ping An International Finance Centre das zweithöchste Gebäude auf der Welt. Mit seinen 660m muss es sich nur dem  828 Meter hohen Burj Khalifa in Dubai geschlagen geben. Auch hieran sieht man wieder, was für einen hohen Stellenwert HongKong’s Nachbarstadt Shenzhen mit seinen 14 Millionen Einwohner hat. New York hat übrigens nicht mal 9.

Pingan International Finance Center

Splendid China Folk Village – Tradition ist wichtig

In ganz Shenzhen ist mir nichts wirklich traditionell chinesisch Anmutendes untergekommen. Umso besser, dass honor auch daran gedacht hat und uns in eine Art Freizeitpark gefahren hat, wo wir nicht nur eine einstündige Showdarbietung anschauen durften, nein wir durften auch noch eine halbe Stunde lang eben dieses Park besichtigen. Im Dunkeln. Das hat aber der Stimmung, also der Stimmung auf den Fotos, keinen Abbruch getan. Ihr habt übrigens richtig gelesen „eine halbe Stunde“. Mehr Zeit hatten wir leider nicht, aber auch in dieser Zeit sind ein paar eindrucksvolle Impressionen entstanden:

Tech und Nerdkram

In Shenzhen kann man alles kaufen was mit Technik zu tun hat. Nerd Haven sozusagen. Auch unsere mitgereisten Youtuber (Venicraft und MrTrashpack) konnten dem Nerdkram nicht widerstehen und kauften sich ein Hoverboard. Ob sie es damit durch den Zoll geschafft haben, erzähl ich ein anderes Mal. Emrah, auch bekannt aus Film und Fernsehen Youtube interessierte sich eher für die auf der anderen Strassenseite liegenden Modeläden. So war für alle was dabei. Ob es sich allerdings bei den günstigen Preisen immer um ein Original gehandelt hat, darf bezweifelt werden. Uns wurde auf jeden Fall erzählt, dass man hart handeln sollte, da erstens kein Preis an der Ware steht und zweitens der Preis sowieso um 50 % zu hoch ist. Derjenige, Kai nämlich, der uns das Handeln auf chinesisch beibrachte handelte dann aber selbst gar nicht, weil er meinte: „Das ist doch ein guter Preis…“ – Facepalm! 😉 – Wir konnten ihn gerade noch davon abhalten einen „originalen“ Bose Kopfhörer mit Noise Cancelling für umgerechnet schlappe 40 Euro zu kaufen (Bei uns kostet das Ding fast 300,- Euro).

Die oben genannten Youtuber waren auch in China Stars. Sie wurden von den chinesischen Girls angehimmelt und fotografiert, wo es nur ging. Manchmal sogar heimlich. Ich hab auch einen fotografiert. Heimlich!

Venicraft
Venicraft – sein Ding

Was auch noch lustig war: An einer Ampel standen zwei Männer in Uniform und jedes mal wenn die Ampel rot wurde gab es einen Pfiff aus der Trillerpfeife. Dasselbe dann wieder wenn sie grün wurde. Arbeitsbeschaffungsmaßnahme auf chinesisch. Naja, bei 1,4 Mrd. Menschen…

Ampelmännchen - China Style
ABM auf chinesisch – Ampelmänner mit Pfeifen

Besuch im Huawei Headquarter – Die Story mit den schwarzen Schwänen

Huawei ist die Mutter und honor quasi die Tochter. Deshalb war beim Besuch im Headquarter auch nicht viel die Rede von honor, sondern es wurde voller Stolz die Marke „Huawei“ präsentiert. In insgesamt zwei Führungen konnten wir uns von der Genialität und der Qualität des chinesischen Netzwerk und Smartphone Primus überzeugen. An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel von diesem Besuch erzählen, denn die grosse Story kommt noch auf www.huaweiblog.de. Nur eine kleine Anekdote möchte ich zum Besten geben. Als wir zwischen den Präsentationen an den eigens angelegten See im Herzen des Huawei Campus gefahren sind, konnte ich mich an eine Story erinnern, dass die im und um den See lebenden schwarzen Schwäne extra aus Australien für sehr viel Geld importiert wurden. Ich hatte noch ca. 100.000 Euro pro Tier im Kopf. Natürlich musste ich diese Story schon im Bus zum Besten geben. War mir aber dann selbst nicht mehr sicher. Zur Sicherheit fragte ich dann noch unseren bei Huawei angestellten Guide und er bestätigte mir offiziell, dass die Trauerschwäne für viel Geld importiert wurden, aus welchem Land konnte er mir allerdings nicht sagen. Inzwischen seien sie aber so domestiziert, dass sie auch die nahegelegene Kantine, die eigentlich einem Teil der ca. 40.000 Mitarbeiter des Huawei Campus in Shenzhen für das Mittagessen zur Verfügung steht, für ihre eigene Nahrungsaufnahme nutzten.

Huawei - Schwarzer Schwan - Trauerschwan

Fazit – Alles hat ein Ende…

Es gäbe noch verdammt viel zu erzählen, aber wer will schon was über Schluckspechte, Bierpyramiden, Yoga Übungen vor der Präsidenten Suite, die ominöse Zahl 803 und wie man am effektivsten in englisch Bier aufs Hotel Zimmer bestellt lesen? Genau! Niemand! Also lassen wir das.

Schluckspecht
„Schluckspecht“ Carsten „Casi“ Drees
Bierpyramide - Tsingtao
Tsingtao – Moderne Kunst
Yoga im Coli Hotel - Shenzhen
Vorbereitungen auf eine Yoga Einheit

Die Rückreise gestalte sich nicht ganz so lustig, weil in einem Airbus A330 einfach nicht soviel Platz ist, wie in einer Boing 777. Deshalb waren die 10 Stunden Flug von Peking nach München nicht wirklich toll und ich musste auch am nächsten Tag zum Arzt, der folgende Diagnose stellte:

Akutes lok. Cervial- und Dorsalsyndrom re.

Danke an dieser Stelle an meinen behandelnden Orthopäden, der mir durch Einrenken und Spritzen meine Schmerzen nahm.

Auch will ich hier nochmal explizit den teilnehmenden und auch austragenden Menschen danken, die mir wunderschöne Tage in China ermöglicht haben. Ihr seid alle spitze. I LOVE YOU. (die oben genannten und Nina, Fabienne, Theodora, Manying, Sameer, Nirave, Mathew, Ruud, Sam, Wilkin, Hua, Lars, Shu, Lars C. und noch viele mehr…)

Heimreise von Shenzhen

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