Abmahnung – wie aus Spaß und Freizeitgestaltung ernst wird

In den Weiten des Internets findet man vieles: Informationen, Unterhaltung, Spaß, soziales Zusammensein und auch viel Geld, nach dem nur gegriffen werden muss. Am Beispiel tumblr oder vor kurzem WhatsApp kann mitverfolgen, wie man mit einer guten Idee im Netz eine Menge Geld verdienen kann. Aber das sind, wie gesagt, die positiv Beispiele, denn es gibt wie immer zwei Seiten der Medaille.

Unter dem Deckmantel der Legalität versuchen, ich nenne sie mal, Abnahmunternehmen an das schnelle Geld zu kommen. Spätestens seit dem Redtube Skandal sind Abmahnungen in aller Munde und werden mittlerweile außerhalb des Netz wahrgenommen. Abmahnungen stehen schon lange in der Kritik, da man als Internetnutzer quasi für alles abgemahnt werden könnte.

Was ist überhaupt eine Abmahnung?

Eine Abmahnung ist, laut einer schönen Formulierung auf Wikipedia,

…eine formale Aufforderung einer Person an eine andere Person, eine bestimmte Handlung oder ein bestimmtes Verhalten zu unterlassen.

Schön formuliert wie ich finde, leider etwas schwammig und nichts aussagend. Aber ich versuche das mal an einem Beispiel zu erklären. Hierzu nehme ich mal Bilder, da diese die größte Gefahr für Blogger darstellen.

Ein Blogger sucht für seinen Blog noch ein nettes Bild und nutzt dazu die Google Bildersuche. Hier wird er schnell unter den ersten Treffern fündig, bindet das Bild in seinen Artikel ein und freut sich, dass alles so schön geworden ist. Naja zu früh gefreut… Monate später flattert ein Schreiben einer Anwaltskanzlei herein und fordert die Verwendung des Bildes zu unterlassen. Dabei liegt gleich noch eine Unterlassungserklärung und eine Rechnung in Höhe von, sagen wir mal, 1000 EURO.

Was hat der Blogger falsch gemacht?

In erster Linie ist er auf die schön getarnte Falle der Bildersuche reingefallen, indem er ein vermeintlich freies Bild genutzt hat, ohne die Rechte dafür zu besitzen. Wissentlich oder unwissentlich ist hier egal. Der Fehler liegt beim Blogger und er muss zahlen. Einige mögen jetzt sagen, ist gut und recht aber gleich soviel!? Das Bild kann doch unmöglich soviel Wert sein!? Richtig, ist es auch nicht. Die Rechnung setzt sich nämlich hauptsächlich aus den Anwaltskosten zusammen. Wer also jetzt den wirklichen Nutzen von Abmahnungen hat, kann man sich ja selbst zusammen reimen. Warum dem so ist, wäre jetzt müssig zu diskutieren.

Die Frage ist, wie sich ein Blogger gegen etwaige Abmahnungen schützen können. Prinzipiell erstmal gar nicht. Hier wäre nämlich der Gesetzgeber erstmal in der Pflicht die Privatleute / Blogger zu schützen und hier einen Riegel vorzuschieben bzw. die Kostenabzocke zu begrenzen.

Das einzige was man aktuell tun kann, ist sich selbst einen Anwalt zu nehmen und zu hoffen, dass dieser noch ein paar Euro rausschlägt oder einen Verfahrensfehler auf der Gegenseite findet.

Seit ihr auch schon einmal abgemahnt worden? Wenn ja, warum und wieviel habt ihr löhnen müssen, oder seid ihr gar um eine Zahlung herumgekommen?

Samsung Galaxy S5 im Test – Nein das ist KEIN Testbericht!

Samsung Galaxy S5 Test

Samsung Galaxy S5

Das mittlerweile fünfte Modell der sehr erfolgreichen Galaxy S-Reihe wurde vor etwa drei Wochen auf dem MWC in Barcelona vorgestellt. Hoch waren die Erwartungen, tief war der Fall auf den Boden der Realität. Egal, wie Samsung es versucht hat, die hohen Anforderungen, die im Vorfeld an das neue Flaggschiff gestellt wurden, konnten einfach nicht erfüllt werden.

Das Gerät ist zwar noch nicht erhältlich und nur die wenigsten Blogs und News-Portale hatten überhaupt die Gelegenheit, das SGS5 länger als ein paar Minuten nach dem Unpacked-Event am 24. Februar in den Händen zu halten, in den ersten Tests zum neuen Boliden aus dem Hause Samsung kommt das Gerät aber gar nicht schlecht weg (wenngleich auch Innovationen vermisst werden). Aber wie ist ein „sauberes“ und objektives Review ohne Testgerät möglich? Wie soll man im Gedränge das SGS5 in dem Umfang ausprobieren, um eine vernünftige Prüfung der neuen Features vornehmen?

Meiner Meinung nach ist das nicht möglich. Um aber dennoch viele Klicks zu generieren (und somit an Werbeannnahmen zu verdienen), erstellen einige Blogs sowie Portale solche Scheintests. Den Inhalt und die vorgenommenen Prüfungen in verschiedenen Disziplinen könnte jeder erstellen, der in der Lage ist, sich das Datenblatt des Samsung GS5 auf der Samsung-Homepage herauszusuchen und sich anhand der dort veröffentlichten Daten etwas zusammenzureimen.

Video: Samsung Galaxy S5 Test

Samsung Galaxy S5 Testbericht und Video.

Ganz besonders gewagt sind dann noch Analysen, die den Sieger zwischen SGS5 und beispielsweise dem iPhone 5s ermitteln möchten. Gerade bei zwei unterschiedlichen Konzepten, die sich im Formfaktor, dem Anbieter, dem Hersteller – ja, dem gesamten Konzept unterscheiden, benötigt man längere Zeit und diverse Disziplinen, um Vor- und Nachteile wirklich in vollem Umfang zu bemerken und seine Eindrücke qualitativ hochwertig in Text, Bildern und vielleicht sogar Videos festhalten zu können.

Aber kurz nach dem Release – wenn es auch unabhängige Blogs und Foren schaffen, an das Flaggschiff des südkoreanischen Herstellers zu gelangen, kann man als interessierter Käufer die Sache wesentlich entspannter angehen. Sobald man mehrere Testberichte aus unterschiedlichen Quellen gelesen hat (eine Übersicht gibt es zum Beispiel hier), kristallisieren sich meist die gröbsten Mankos heraus und man weiß, an welchen Ecken und Enden die Dinge noch ein wenig haken (und dann hoffentlich später per Software-Update behoben werden) und was schon (weitgehend) fehlerfrei nutzbar ist. Frei nach einer großen Tageszeitung gilt also:“Bild‘ dir deine Meinung!“. 😉

Übrigens: vorbestellbar ist das Galaxy S5 bereits jetzt, die Auslieferung soll am 28. März, also in etwa 2 Wochen, erfolgen. Ob man aus den Fehlern der Vergangenheit mit der schlechten nicht flächendeckenden Verfügbarkeit gelernt hat, wird sich weisen. Denn die Nachfrage wird trotz der Kritik an den nur minimalen Verbesserungen im Vergleich zum S4 ungebrochen sein und wieder Rekordniveau erreichen.

Samsung Galaxy S5 Test
Samsung Galaxy S5

 

Bilderquelle: samsung.com 

Das BlackBerry Q10 kurz angetestet

Da ist es nun, das BlackBerry Q10. Neben dem bereits seit April verfügbaren BlackBerry Z10 das zweite Smartphone aus dem Hause BlackBerry.

Das BlackBerry Q10 kommt als klassisches Business BlackBerry daher und das heißt vollwertige physische Tastatur.

Damit will BlackBerry in versuchen die noch immer mit Geräten der vorherigen Generation zum Umstieg und somit zum Verbleib zu überzeugen. Davon soll es nach Angabe von BlackBerry immerhin 70 Millionen weltweit geben.

Wer also in heutiger Zeit noch ein Smartphone mit physischer Tastatur besitzt, könnte gerade diese Bauweise schätzen und ist somit ein potenzieller Kunde. Die Überlegung von BlackBerry ist so verkehrt nicht.

Wir haben das Glück von getgoods.de ein BlackBerry Q10 zum Test erhalten zu haben und wollen Euch unseren Eindruck hier mitteilen.

Verpackt ist das Q10 in einem Standard Karton, wie es im Grunde alle Smartphone Hersteller tun. Öffnet man die Schachtel wird einem das Gerät ohne störende Ablenkung in seiner ganzen Pracht gezeigt. Und da kann man durchaus sagen, ja diese Pracht lässt sich sehr gut ansehen. Das Design gefällt sofort und wirkt sehr elegant. Man merkt sofort, dass man hier ein Business Gerät testen wird.

BlackBerry verpasst dem Q10 auf der Front ein 3,2 Zoll OLED Display, welches schon beim ersten Einsachalten mit seinen tollen Farben beeindruckt. Die Kontraste sind fast zu stark und das Schwarz ist sehr satt.

Unterhalb des Displays befindet sich dann das Alleinstellungsmerkmal des BlackBerry Q10 schlechthin, die Tastatur. Diese ist im Gegensatz zu vorherigen BlackBerry Modellen nicht geschwungen, sondern gerade gestalte. Als Designelement trennt BlackBerry die Tastaturfelder in der Horizontalen durch vier Edelstahl Streifen.

Dieses Design wird auf der Rückseite im oberen Bereich fortgesetzt und unterteilt das Gerät somit. Der untere Teil ist dann die abnehmbare aus neuartigem Material gefertigte Rückabdeckung. Diese wurde von BlackBerry sehr beworben und soll ein einzigartiges weiches Berührungsgefühl vermitteln. Dabei ist diese Rückabdeckung ultra leicht bei gleichzeitig sehr guter Festigkeit.

BlackBerry hat hier nicht zu viel versprochen. Schon beim ersten in die Hand nehmen, liegt das Q10 samtweich in der Hand und man mag dieses Gefühl. Dabei hat das Gerät ein angenehmes Gewicht und vermittelt eine solide Verarbeitungsqualität.

Das BlackBerry Q10 verfügt über einen wechselbaren 2100 mAh starken Akku, der das Gerät locker über den Tag bringen dürfte. Denn das entgegen dem aktuellen Trend recht kleine Display mit der verwendeten OLED Technologie dürfte einen spürbar geringeren Leistungshunger als die zurzeit so trendigen 5 Zoll Displays haben.

Das Herz des Q10 besteht aus einem 1,5 GHz Dualcore Prozessor, der auch bereits im BlackBerry Z10 genutzt wird. Da er auch dort sehr gute Arbeit leistet, kann man auch beim Q10 von einer sehr flüssigen Performance des Systems ausgehen.

Nach der ersten Aktivierung, muss eine BlackBerry ID erstellt werden. Dieses ist auch bei anderen Herstellern ja gang und gebe und auch auf dem Q10 schnell erledigt.

Es sind einige Anwendungen vorinstalliert, wie Skype Dropbox und Box Clienten. Auch Twitter und Facebook Anwendung befinden sich bereits im App Portfolio. Durchstreift man die BlackBerry World, BlackBerrys App , Musik und Filme Zentrale, fällt einem recht schnell auf, dass neben der insgesamt noch geringen Anzahl an Apps für BlackBerry 10, welche bei 120.000 Anwendungen liegt, auf grund der besonderen Displaygröße des Q10 weitere bereits auf dem BlackBerry Z10 verfügbare Anwendungen fehlen.

Dieses sollen zeitnah durch die Entwickler angepasst werden und stehen auch dann zur Verfügung.

Insgesamt macht das BlackBerry Q10 einen sehr erwachsenen Eindruck und gefällt mir sehr gut. Ob sich viel Käufer finden werden, die sich in Zeiten von immer größer werdenden Displays für ein Tastatur Smartphone mit nur 3,2 zoll Display entscheiden, möchte ich fast bezweifeln.

Mir gefällt dieses Smartphone sehr gut. Es hat die perfekte größe um in meine Hemdtasche zu passen, sieht sehr ansprechend und professionell aus, hat ein sehr überzeugendes, wenn auch Bauart bedingt kleineres, Display und verfügt mit BlackBerry 10 OS über ein leistungsstarkes sicheres Betriebssystem.

Einzig die Verfügbarkeit an Anwendungen muss man stark bemängeln. Da hat die Konkurrenz von Android und iOS noch weit mehr zu bieten.

Ach da ist doch noch was zu mosern. Der Preis von ca. 600€ mag eingefleischten BlackBerry Fans ja noch zusagen, ich finde ihn einfach zu hoch angesetzt. Bei einem Kaufpreis von knapp 500,-€ hätte das Q10 sicher einen besseren Einstieg in den deutschen Markt gefunden.

Der Beitrag wurde von Jan vom BlackBerry 10 Blog verfasst.

Kurze Eindrücke via Fotogalerie:

Wer noch Fragen zum Q10 hat oder Tipps und Tricks, Anleitungen und Downloads braucht, dem empfehlen wir das Q10 Forum von Handy FAQ: *klick*

RHA MA450i – Test

Heute testen wir für euch die MA 450i Kopfhörer von der schottischen Firma RHA aus Glasgow.

Verarbeitung / Qualität / Funktionalität

Was sofort ins Auge fällt bei den Kopfhörern, ist das mit geflochtenem Textil umgebene und 1,5 Meter lange Kabel. Dieses wirkt sehr wertig und überzeugt auch durch seine Länge. Wobei die Länge des Kabels durchaus auch als störend empfunden werden kann, da es einfach von der Norm abweicht.

RHA MA450i Test
Packungsinhalt

Die Kopfhörer von RHA zeichnen sich durch detailgetreuen und ausgewogenen Klang, einer Inline-Fernbedienung (3 Knöpfe) mit omnidirektionalem Mikrofon (kontrolliert sowohl Musik als auch Anrufe), sieben austauschbaren Ohrpolstern (für bequemen Sitz und verbesserte Geräuschisolation – das Austauschen ist aber etwas frickelig), Alugehäuse mit kratzfester Schutzschicht überzogen (wird auch in der Luftfahrindustrie verwendet), einem vergoldetem 3,5mm-Klinken-Anschluß und einer Tragetasche aus Stoff aus. Der Preis liegt bei ca. 50 Euro. Z.B. hier bei Amazon:

Technische Spezifikationen

Die technischen Spezifikationen im Überblick:

  • Treiber: 10mm Mylar
  • Frequenzbereich 16-22,000 Hz
  • Impedanz: 16 Ohm
  • Empfindlichkeit: 103 dB
  • Nennleistung/Höchstleistung: 3/10 mW
  • Gewicht: 11g
  • Kabel: 1,5m
  • Anschluss: 3,5mm Klinke
  • Farbe: schwarz und weiss

Klang

RHA MA450i Test
RHA MA450i Test – Packung

Als Klangtest haben wir uns zwei Lieder ausgesucht:

  • Deichkind – Roll das Fass rein
  • Alex Clare – Up All Night

Das eher basslastige „Roll das Fass rein“ wurde gut wiedergegeben und die Bässe waren sehr kräftig, die Höhen wurden klar und authentisch wiedergegeben.

Beim Titel von Alex Clare konnten die RHA MA 450i ebenfalls überzeugen. Nur die Mitteltöne waren im Vergleich zu den Höhen und Tiefen etwas unterrepäsentiert.

Steuerung von Apple-Geräten

Die Fernbedienung steuert mit + und – die Lautstärke, der mittlere Knopf bietet verschiedene Möglichkeiten. Mit einem einfachen Klick wird bei Musikwiedergabe Play/Pause bedient oder ein Anruf entgegengenommen bzw. beendet. Mit 2x Drücken

RHA MA450i Test
RHA MA450i

springt man einen Titel nach vorne, mit 3x Klicken einen Titel zurück. Drückt man lange auf den mittleren Kopf, wird SIRI gestartet.

Dabei unterstützt das RHA MA450i (Remotecontrol und Mikrofon) folgende Apple Modelle:

  • iPod nano (4. Gen+)
  • iPod classic (120 GB, 160 GB)
  • iPod touch (2. Gen+)
  • iPhone 3GS
  • iPhone 4
  • iPhone 4S
  • iPhone 5
  • iPad/iPad 2/new Ipad/iPad 4 

Vergleich

Im Vergleich zu den von uns bereits früher getesteten Bose MIE2i (Link zum Test)schneidet das RHA MA450i nur bei den mittleren Tönen und beim Sitz im Ohr etwas schlechter ab. Besser ist natürlich der Preis und auch die Geräuschreduzierung. Diese ist jedoch im Vergleich zu den Headsets von Bose einfach bauartbedingt.

Fazit

Mit diesen hochwertigen, klangvollen und dennoch preisgünstigen Kopfhörer von RHA kann man eigentlich nichts falsch machen. Von uns eine klare Kaufempfehlung. Auch auf Amazon werden die MA450i durchweg positiv bewertet.