Wieviel Smartphone ist gut für mein Kind? Teil 3

Smartphone - Kinder - GefahrenDer erste Teil meiner Reihe behandelte das Sicherheitsbedürfnis der Eltern. Im zweiten Teil habe ich die Vorteile der Nutzung eines Smartphones durch unsere Kinder angeschnitten. Im dritten Teil gehe ich nun auf die Gefahren der Nutzung ein.

Jedes Smartphone, egal ob iPhone, Android-Handy oder Blackberry hat heute vielzählige Funktionen. Darunter Internet, GPS und eine Kamera.

Durch die Nutzung von diversen Apps und die ersteinmal „freizügigen“ Einstellungen zum Datenschutz lauern hier mannigfaltige Gefahren.

Datenschutz

Ein Schreckenszenario könnte so aussehen:
Mein Kind hat ein Smartphone und nutzt folgende (durchaus als Standard zu bezeichnen) Apps:

  • Facebook
  • Instagram
  • Foursquare

Die Datenschutzeinstellungen bei Facebook sind zuerst so, dass man seine Beiträge und sein Profil der ganzen Öffentlichkeit zugänglich macht. Bei Instagram sind die veröffentlichten Fotos grundsätzlich öffentlich. Und bei Foursquare muss man auch einstellen, wenn nicht jeder sehen soll, wo man sich gerade aufhält.

Stellen wir uns also vor, dass unser Kind diese sozialen Medien ausgiebig nutzt. Auf Facebook wird in der Chronik das Foto von der Siegerehrung vom letzten Schwimmwettkampf gepostet.
Auf Instagram kommen alle Fotos der letzten Freibadsaison. Sind natürlich auch freizügige dabei, man will ja ein wenig posen. 😉
Foursquare kriegt regelmäßig mitgeteilt wo man sich gerade befindet. Die Freunde sollen ja wissen, wenn man gerade im Freibad ist.

Soweit so gut. Ich begebe mich nun in die Denkweise eines Menschen, der meinem Kind nichts gutes will.

Ich schaue zuerst einmal alle Homepages von Schulen im Landkreis durch, ob dort nicht ein Foto, vielleicht sogar mit Namen, eines Kindes ist dem ich Böses will. Sollte kein Name vorhanden sein – auch nicht schlimm. Gibt ja die Google Bildersuche. Über Google finde ich auch heraus, dass das Kind auf Facebook ist. Schaue ich mir dort die Chronik an, weiss ich nun, dass es im Schwimmverein XY trainiert. Ein kleiner Blick auf die Internetseite des Vereins und schon weiss ich, wann und wo das Training stattfindet.
Weiter bekomme ich auch via Facebook heraus, ob das „Objekt der Begierde“ auf Foursquare ist. So kann ich leicht schauen, an welchem Ort es sich gerade eingecheckt hat.

Dieses Szenario will ich gar nicht weiter ausmalen, da sich wohl jeder vorstellen kann worin die Gefahren lauern.

Mobbing

Wie im zweiten Teil schon ausgeführt hat die Nutzung von Smartphones durchaus seine Vorteile. Man hält Kontakt zu seinen Freunden. Was passiert aber, wenn aus Freunden plötzlich Feinde werden?

Bei der Messenger App „Whatsapp“ kann man zB Kontakte blockieren. So werden nervende, beleidigende oder sogar belästigende Kontakte ausgesperrt. Auch bei Facebook gibt es die Möglichkeit ehemalige Freunde zu blockieren.

Bedenken muss man hierbei aber, dass dies ja immer erst im Nachhinein geschieht. Das heisst einer Blockierung geht erst einmal etwas voraus. Virtuell schickt man schneller mal eine massive Drohung oder Beleidigung, oder ein nicht jugendfreies Bild oder Video.
Das Kind ist dann schon in den Brunnen gefallen und die Kinderseele ein wenig angeknackst.

Durch die Nutzung des Internets, was man natürlich auch ohne Smartphone erledigen kann, besteht auch die Gefahr, dass sich Kinder über diverse Plattformen mobben. Das kann ein unvorteilhaftes Bild, oder auch die Bekanntgabe der letzten Note in Mathematik sein. Die Möglichkeiten scheinen hier, wie auch das Internet selbst, unbegrenzt.

Man muss sich als Eltern immer im klaren sein, dass die Nutzung von Technik und Medien in der heutigen Zeit Gefahren birgt. Diese Gefahren können Kinder noch nicht überblicken, so dass dies die Aufgabe der Eltern bleibt, die Kinder aufzuklären und auch immer mal wieder das Smartphone in die Hand zu nehmen und einen kritischen Blick, nicht nur auf die Datenschutzeinstellungen, zu werfen.

Im vierten und letzten Teil ziehe ich ein Fazit zum Thema „Wieviel Smartphone ist gut für mein Kind?“

Alles Android, oder was?

AndroidLaut dem Marktforschungsunternehmen Kantar Wordpanel hat Android in Deutschland, Europa, ja sogar weltweit die Nase vorn. Abgeschlagen auf den nächsten Rängen liegen Apples iOS, BlackBerrys BBOS, Microsofts Windows Phone und die anderen.

Germany

3 m/e Aug 2012

3 m/e Aug 2013

% pt. Change

Android

78.7

78.7

0.0

BlackBerry

0.6

0.5

-0.1

iOS

11.1

9.5

-1.6

Windows

3.8

8.8

5.0

Other

5.7

2.6

-3.1

Vorteile

Der Vorsprung ist gewaltig und zeugt davon, dass sich viele bekannte Hersteller wie Samsung, HTC oder Sony voll auf Googles Betriebssystem konzentrieren. Dies hat zum einen natürlichen den Grund, dass es sich bei Android um ein offenes OS handelt, bei dem die Hersteller ihre eigene Benutzeroberfläche integrieren können, zum anderen, dass es kostenlos ist, sprich von Google keine Lizenzgebühren verlangt werden.Android

Ein weiterer Vorteil ist natürlich die Community, die in den diversen Android-Foren ihr „Unwesen treibt“ und dort via Custom-ROMs das Smartphone bzw. das Betriebssystem an die eigenen Wünsche und Vorstellungen anpasst und so das Maximum herausholt. Auch Google profitiert natürlich von der Community, so wurden in der Vergangenheit zum Beispiel Bugs, die noch in der offiziellen Android-Version „versteckt“ waren von der Community aufgedeckt und in den Custom-ROMs behoben. Auch Anpassungen, wie Widgets oder in der Notification Bar wurden schon desöfteren von Google in höheren Android Versionen eingebaut.

Nachteile

Wo Licht ist, ist natürlich auch Schatten. Neue Betriebssysteme, die teilweise wirklich innovativ und benutzerfreundlich sind, werden zwar angeboten, können sich aber aufgrund der Vormachtstellung von Google und Apple nicht etablieren. Beispielhaft wären hier FireFoxOS, Tizen, bada, webOS und SailfishOS zu nennen. Wobei webOS, dass ursprünglich von Palm entwickelt und von HP gekauft wurde, schon gar nicht mehr existiert, da sich HP dazu entschieden hat, webOS-Geräte nicht mehr zu supporten. Ähnliches kann man momentan bei BBOS10 von BlackBerry beobachten.

Datenschutz

Immer wieder kritisch zu betrachten ist Google auch im Zusammenhang mit Datenschutz. Wer ein Android-Handy sein Eigen nennt hat auch einen Account bei Google. Google als Datenkrake nutzt z.B. Informationen aus dem Email-Postfach von Gmail, um auf Webseiten bei denen Google Adsense implementiert ist personenbezogene bzw. accountbezogene Werbung einzublenden. Bekommt man zum Beispiel eine E-Mail von seinem Freund, der sich über den bevorstehende Firmenausflug auslässt, kann es durchaus sein, dass man in den nächsten Tagen beim Surfen im Internet auf einigen Seiten Werbung zu Ausflügen und Reisen bekommt. Der eine findet das praktisch, dem anderen wiederum gefällt das gar nicht. Aber das muss jeder für sich entscheiden. Fairerweise ist zu sagen, dass man die personenbezogene Werbung auch deaktivieren kann und nur noch allgemeine Anzeigen zu sehen bekommt.Wie gesagt, es gibt noch alternative Betriebssysteme, mit denen man Google aus dem Weg gehen kann.

Datendiebstahl via Smartphone: Mehr Datenschutz gefordert

 

Datenschutz Smartphones
Bildquelle: aboutpixel.de / Daten © Rainer Sturm

Smartphones, oder besser gesagt die Apps für diese Handys, wecken in zunehmendem Umfang das Interesse der Datenschützer. Aber auch die Öffentlichkeit nimmt allmählich zur Kenntnis, dass mittels vieler Applikationen persönliche Daten in erheblichem Umfang kopiert, gesammelt und ausgewertet werden.

Allein für die Nutzer von iPhone und iPad stehen etwa 600.000, für Smartphones mit den Android-Betriebssystemen (vgl. Handy Preisvergleich Geizkragen.de) von Google 400.000 Apps zur Verfügung. Viele davon können ihren Zweck nur mit bestimmten Nutzerdaten erfüllen, beispielsweise Informationen über den aktuellen Standort. Daraus lassen sich – missbräuchlich – Bewegungsprofile der Kunden erstellen. PATH, ein mobiles soziales Netzwerk, greift mittels seiner iPhone App auf die Kontaktdaten der Kunden zu und kopiert sie auf den eigenen Server – ohne Wissen und Einwilligung der Nutzer. Apps für Android-Smartphones können neben Kontaktdaten auch Logdaten auslesen, auf die komplette Internetnutzung zugreifen, Datenbestände eines USB-Speichergerätes ändern oder löschen und auf Benutzerkonten zugreifen. Im Unterschied zu den iPhone Kunden werden die Nutzer der Android Smartphones auf derartige Eingriffe in ihre persönlichen Daten hingewiesen und müssen vor dem Download der App ausdrücklich ihr Einverständnis zu den Zugriffen erklären.

Die App-Anbieter sammeln aber nicht nur für den eigenen Bedarf. So wie sich aus den Standortdaten Bewegungsprofile erarbeiten lassen, können aus den übrigen genannten Daten Nutzerprofile mit Informationen über Einkaufs-, Konsum- und Zahlungsgewohnheiten entstehen. Profile dieser Art lassen sich hervorragend vermarkten: Werbeanbieter können so beispielsweise gezielt Anzeigen platzieren. Darüber hinaus wird befürchtet, das sich auch Kreditbewerter oder Arbeitgeber für derartige Datensammlungen interessieren.

In den USA hat diese Praxis der App-Anbieter nicht nur die kalifornische Generalstaatsanwältin auf den Plan gerufen, auch das Weiße Haus reagiert bereits. Die US-Regierung hat in Zusammenarbeit mit den sechs größten Anbietern einen Rechte-Katalog für die Nutzer erarbeiten lassen. Eine Vereinbarung der Generalstaatsanwaltschaft verpflichtet die Unternehmen zu einer Reihe von Verbesserungsmaßnahmen zum Schutz der Daten der App-Nutzer, insbesondere zu konkreten Informationen über die Art der gesammelten Daten und ihre Verwendung.

Das europäische Recht bietet dem Nutzer von Smartphone Apps nach Auskunft des Datenschutzbeauftragten von Schleswig-Holstein bereits einen deutlich besseren Schutz. Er hält die bestehenden Regelungen und ihre Umsetzung dennoch bei weitem nicht für ausreichend. Insbesondere fordert er die schnellstmögliche Verabschiedung der europäischen Datenschutzverordnung als Basis für wirksame Sanktionen gegen die missbräuchliche Nutzung der Daten.

Bevölkerungsentwicklung Sachsen per Smartphone abrufbar

Laut einer Meldung der Bild-Zeitung sind die Daten zur Bevölkerungsentwicklung in Sachsen ab sofort kostenlos im Wappen SachsenInternet und auch per Smartphone abrufbar. Das Statistische Landesamt und die Staatskanzlei schalteten diese Woche den Demografiemonitor Sachsen frei. «Wir gehören zu den wenigen Ländern, die diese Daten öffentlich zugänglich machen», sagte Staatskanzleichef Johannes Beermann (CDU) in der Landeshauptstadt.

Die Plattform sei ein strategisches Instrument für breite Nutzerkreise, vor allem für Entscheider in Kommunen und interessierte Bürger. Die Entwicklung kostete ca. 20 000 Euro und nahm rund ein halbes Jahr in Anspruch. Dank dem Link mit der Regionaldatenbank seien Nachforschungen bis auf Gemeindeebene und explizite Vergleiche möglich, so Irene Schneider-Böttcher, Präsidentin des Landesamtes.

Galaxy Nexus mit Face Unlock! Gimmick oder Gefahr?

Das neue Google Handy Samsung Galaxy Nexus kommt mit einem, wie ich meine, netten Gimmick daher. Nennt sich Face Unlock und funktioniert so:

Das dauert also nicht wirklich lange, bis ich mit meiner „Hackfresse“ mein Smartphone entsperrt habe. Einfacher gehts natürlich mit dem berühmten „Wisch & Weg“. Face Unlock erkennt, welche Person vor dem Smarphone sitzt und  das Galaxy Nexus wird nur entsperrt, wenn das Gesicht zum vorher aufgenommenen Foto passt. In dem obigen Video seht ihr, dass es bei einer anderen Person nicht funktioniert. Was man noch nicht weiß, ob es mit einem Foto funktioniert. Sprich ich halte einfach das Foto der Person der das Handy gehört vor die Kamera und schwuppdiwupp, drinn isser!
Mit Sicherheit hat Google mit Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) eine Gesichtserkennung am laufen, die wirklich gut funktioniert. Und hier beginnen meine Bedenken. Thema: Datenschutz!

Ob Google die Daten, die ja biometrisch sein müssen, auf den hauseigenen Servern speichert weiß ich nicht. Ob sie einmalig dorthin gesendet werden, oder ob Google eine Möglichkeit hat, die Daten vom Handy abzurufen, bzw. auszuwerten, kann ich auch nicht sagen. Aber Holzauge sei wachsam! WENN sie es nämlich können, dann haben sie deine biometrischen Daten und das ist wiederum etwas was ich eigentlich gar nicht mag! Ihr etwa?

Was speichert denn Google schon alles über uns? Bewegungsdaten, App-Nutzverhalten, Suchmaschineneingaben, Emails und so weiter und so fort. Und jetzt auch vielleicht noch Biometrische Daten.

Ich persönlich würde diese Funktion nicht einmal ausprobieren, geschweige denn nutzen.